Bundestag

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Diesel-Modellen von VW in den USA wird am Donnerstag im Bundestag diskutiert. - Bild: Bundesfinanzministerium

Das kündigte Unions-Fraktionsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer (CDU) an. Dann wird nach seinen Angaben eine Aktuelle Stunde stattfinden, die die Grünen unter dem Titel "Haltung der Bundesregierung zur Käufertäuschung bei Spritverbrauchsangaben und Schadstoffausstoß von PKW" beantragt haben.

Die Grünen fordern, im Parlament zu klären, was die deutschen Behörden und die Konzernspitze in Wolfsburg darüber gewusst hätten, und ob es solche Manipulationen auch bei anderen Autokonzernen gebe. "Der Ruf der deutschen Autoindustrie steht auf dem Spiel, wenn sich wirklich herausstellen sollte, dass flächendeckend bei Abgastests und Verbrauchsangaben manipuliert wurde", warnte ihre Fraktionsgeschäftsführerin Britta Haßelmann.

Grosse-Brömer äußerte sich allerdings distanziert zu dem Vorstoß der Grünen. "Ich stelle mir häufiger die Frage, was die Grünen mit ihren Aktuellen Stunden bezwecken", sagte er. Die Haltung der Bundesregierung habe bereits Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) klar gemacht. Grosse-Brömer sagte, VW sei "ein Vorzeigeunternehmen mit weltweitem Erfolg", aber was nun stattfinde, sei gerade für ihn als Niedersachsen "wirklich maßlos enttäuschend". Gefragt sei jetzt der Aufsichtsrat des Autobauers. "Ich finde, da müssen jetzt auch die Herren im Aufsichtsrat erklären, was da los ist."