Mit den Warnstreiks will die IG Metall ein klares Zeichen für die Arbeitgeber setzen. - Bild: Imago

Mit den Warnstreiks will die IG Metall ein klares Zeichen für die Arbeitgeber setzen. - Bild: Imago

In mehreren Bundesländern sind Angestellte in der Metall- und Elektroindustrie in der Nacht zum Donnerstag in einen Warnstreik getreten. Sie folgten damit einem Aufruf der Gewerkschaft IG Metall, die damit in den Tarifverhandlungen Druck machen will.

Nach Angaben der Gewerkschaftsvertretung in Nordrhein-Westfalen legten dort mit dem Ende der Friedenspflicht um kurz nach Mitternacht mehr als 3.000 Mitarbeiter in 15 Betrieben die Arbeit nieder. An den Standorten gab es demnach mehrere Kundgebungen.

“Das ist ein klares Zeichen, dass die Arbeitgeber ein vernünftiges Angebot vorlegen müssen”, sagte Gewerkschaftssekretär Andre Kaufmann.

In den Bundesländern Hessen und Rheinland-Pfalz traten mehr als 1.500 Arbeitnehmer in elf Betrieben in den Streik, wie die IG Metall mitteilte.

Die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie betrifft 3,8 Millionen Beschäftigte in Deutschland. Die IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Geld, eine neue tarifliche Bildungsteilzeit und bessere Regelungen für die Altersteilzeit. Die aktuellen Tarifverträge sind Ende Dezember ausgelaufen – die Friedenspflicht endete in der Nacht zum Donnerstag.

Die wirtschaftliche Lage der Betriebe sei stabil, begründete IG-Metall-Vorsitzender Detlef Wetzel die Forderung. “Für konjunkturelle Untergangsszenarien besteht kein Anlass”, sagte er. Der neue Tarifvertrag solle eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.

Dow Jones News/Karoline Kopp