Busch-Gruppe, Pfeiffer Vacuum, Übernahme, Vakuumpumpen

Die Busch-Gruppe ist bereits Großaktionär bei Pfeiffer Vacuum und hat ein Übernahmeangebot vorgelegt. Seither befinden sich die Unternehmen in Verhandlungen. - Bild: Pfeiffer Vacuum

Obwohl das Ursprungsangebot bereits nachgebessert wurde, lehnt der Vorstand von Pfeiffer Vacuum die Offerte als zu niedrig ab.

„Wir sehen die frühzeitig überschrittene Kontrollschwelle als Indiz, dass unser Angebot von 110,00 Euro mit einer Prämie von 28 Prozent plus Dividendenanspruch von 3,60 Euro als fair bewertet wird. Gerade institutionellen Investoren eröffnet unser Angebot, angesichts der historisch geringen Liquidität der Pfeiffer Vacuum Aktie, eine sehr gute Gelegenheit, ihre Gewinnpositionen zu realisieren", sagt Sami Busch, einer der geschäftsführenden Gesellschafter der Busch-Gruppe.

Seit Beginn der Annahmefrist am 12. April 2017 sind der Busch-Gruppe nach eigenen Angaben 2.214 Pfeiffer-Vacuum-Aktien angedient worden. Zählt man die angedienten Aktien mit der bereits bestehenden Beteiligung zusammen, so ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 30,0012 Prozent. Bisher hielt die Busch-Gruppe 29,98 Prozent.

Busch hatte sein erstes Angebot im März auf 110 Euro je Aktie erhöht, womit Pfeiffer Vacuum mit über 1 Milliarde Euro bewertet wird. Die Pfeiffer-Aktie kostete am 11. April 2017, dem letzten Börsenhandelstag vor der Veröffentlichung der zweiten Angebotsunterlage durch die Busch-Gruppe, 119,95 Euro. Pfeiffer Vacuum wiederholte erst Anfang dieser Woche ältere Aussagen, wonach der Preis nicht angemessen sei.