Von Alison Tudor und Atsuko Fukase, Dow Jones Newswires

HONGKONG (ks)–Laut Nomura basiert der Transaktionswert auf dem aktuellen Unternehmenswert von Tsubaki Nakashima, dieser liegt bei etwa 66 Mrd japanischen Yen (JPY). Das “Wall Street Journal” hatte zuvor am Dienstag unter Berufung auf Kreise von der Transaktion berichtet, deren Wert mit rund 70 Mrd JPY (umgerechnet 617 Mio Euro) beziffert wurde.

Tsubaki Nakashima produziert unter anderem Präzisionskugellager für Autos, Unterhaltungselektronik und den Maschinenbau allgemein und hat das Überseegschäft den USA, Polen und China ausgebaut. Die Übernahme wäre laut Daten des Marktforschers Dealogic die größte durch eine Private-Equity-Firma in Japan seit Ende 2009. Seinerzeit kaufte die US-Gesellschaft Bain Capital für 1,1 Mrd Dollar den Callcenter-Betreiber Bellsystem24.

Die Nomura-Tochter Nomura Principal Finance hatte das Tsubaki Nakashima laut ihrer Webseite im Februar 2007 für 101,4 Mrd JPY erworben. Vor der Finanzkrise im Jahr 2007 verzeichnete Japan noch 135 Private-Equity-Deals im Volumen von insgesamt 11,5 Mrd Dollar. Während der Krise trockneten die Kreditmärkte aus, und 2010 wurden für nunmehr 70 Transaktionen noch 3,4 Mrd Dollar ausgegeben, wie aus Daten von Marktforscher Dealogic hervorgeht. In den USA lag das Volumen von Private-Equity-Transaktion demnach im vergangenen Jahr bei 94,1 Mrd Dollar in Europa bei 78,2 Mrd Dollar und im rasant wachsenden chinesischen Markt bei 5,2 Mrd Dollar.

Das Finnazierungsumfeld scheint sich für Private-Equity-Gesellschaften nun jedoch zu verbessern. Japan Banken haben volle Kassen, aber eine geringe Nachfrage nach Geschäftskrediten und sind nun wieder eher bereit, solche Transaktionen zu finanzieren.