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"Das Chemiegeschäft dürfte 2017 ohne nennenswerte Dynamik bleiben", sagte VCI-Präsident Kurt Bock. - Bild: Pixabay

Dies gelte auch, da die politischen Unsicherheiten und konjunkturellen Risiken auf den Auslandsmärkten rund um den Globus zugenommen hätten. Bock, der im September zum VCI-Präsidenten gekürt wurde und auch Vorstandschef des Chemiekonzerns BASF ist, verwies in diesem Zusammenhang auf die anhaltende Wachstumsschwäche in den Schwellenländern und die Sorge um die Stabilität Europas.

Für 2017 prognostizierte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) daher lediglich eine Zunahme der Chemieproduktion um ein halbes Prozent, was dem Wachstum im laufenden Jahr entsprechen würde. Für den Chemieumsatz wird eine Zunahme von nur einem Prozent auf 185 Milliarden Euro veranschlagt.

Einen Wachstumsbeitrag erwartet der Verband dabei lediglich vom Auslandsgeschäft. Während das Inlandsgeschäft stagnieren dürfte, wird für den Auslandsumsatz eine Zunahme um 1,5 Prozent prognostiziert. Die Erzeugerpreise werden ein halbes Prozent über Vorjahr gesehen.

Für dieses Jahr bleibt der Verband bei seiner Einschätzung. Beim Branchenumsatz rechnet der VCI weiter mit einem Rückgang um 3 Prozent auf 183 Milliarden Euro. Die Erzeugerpreise werden um 2 Prozent unter Vorjahr gesehen. Bei der Chemieproduktion wird unverändert mit einem Anstieg um ein halbes Prozent gerechnet.

Deutschlands drittgrößte Industriebranche konnte aber trotz des schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeldes Investitionen, Kapazitätsauslastung und Beschäftigung stabil halten.