Chemiepark von Bayer: Bei der chemischen Industrie in Deutschland macht sich Pessimismus breit

Chemiepark von Bayer: Bei der chemischen Industrie in Deutschland macht sich Pessimismus breit (Bild: Bayer).

FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Für die Chemieproduktion wird nur noch eine Zunahme von 1% in Aussicht gestellt. Auch bei den Erzeugerpreisen wird mit einem Wachstum in dieser Größenordnung gerechnet. Es sei schwer, eine treffsichere Vorhersage für die kommenden 12 Monate zu machen, sagte VCI-Präsident Klaus Engel. Die ungelösten Schuldenkrisen in der EU und in den USA, die Konsumenten und Unternehmen zunehmend verunsicherten, wirken sich seiner Einschätzung nach dämpfend auf das Chemiegeschäft im kommenden Jahr aus.

Von Krisenstimmung könne aber in der Branche keine Rede sein, betonte er. “Auch 2012 wird es für die chemische Industrie aufwärts gehen, wenn auch langsamer als in diesem Jahr”, sagte Engel. Unter anderem spreche die Entwicklung der Lagerbestände für Chemikalien bei den Industriekunden dagegen, dass 2012 mit einer Rezession in der Branche gerechnet werden müsse, meinte er.

Die Prognose für 2011 nahm der Verband leicht zurück. Erwartet wird nun im Vorjahresvergleich ein Wachstum der Chemieproduktion um 4%. Anfang November hatte der Verband noch eine Zunahme um 5% in Aussicht gestellt. Beim Umsatz stellte der VCI nun ein Wachstum von 9% auf 186,5 Mrd Euro für 2011 in Aussicht, nach bislang 10%. Für die Erzeugerpreise wird weiter ein Anstieg im Gesamtjahr um 5% erwartet.