Das sagte der Präsident des deutschen Automobilindustrie-Verbands VDA, Matthias Wissmann, am Montag

Das sagte der Präsident des deutschen Automobilindustrie-Verbands VDA, Matthias Wissmann, am Montag in Schanghai. Vor diesem Hintergrund bleibe der chinesische Automarkt "ohne jeden Zweifel der weltweit bedeutendste". - Bild: Auto-Medienportal.Net/Manfred Zimmermann

Die deutschen Autohersteller richten sich in China zunehmend an Kunden mit mittleren Einkommen. Die “sich herausbildende Mittelschicht” sorge in China für “weiter große Nachfrage nach individueller Mobilität.

Das sagte der Präsident des deutschen Automobilindustrie-Verbands VDA, Matthias Wissmann, am Montag in Schanghai. Vor diesem Hintergrund bleibe der chinesische Automarkt “ohne jeden Zweifel der weltweit bedeutendste”.

Das Absatzwachstum in dem Land dürfte aber erheblich schrumpfen: Wissmann rechnet für das Jahr 2015 nur noch mit einer Zuwachsrate von “mindestens 6 Prozent” auf 19,5 Millionen Neuwagen, nach 12,7 Prozent Plus im vergangenen Jahr.

Von einem geringeren Wachstum des eigenen Absatzes gehen auch Verantwortliche von Volkswagen und BMW aus. Vorstände beider Unternehmen sprachen zu Beginn der Automesse in Schanghai von einer “Normalisierung” der Entwicklung in China. Nur Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche gab sich von der allgemeinen Entwicklung des chinesischen Markts unbeeindruckt. Daimler erkenne keine Anzeichen für ein schrumpfendes Wachstum der eigenen Auslieferungen in China, sagte er. Das Stuttgarter Unternehmen hat die Zahl der Auslieferungen in den ersten drei Monaten dieses Jahres denn auch um 16,6 Prozent und damit deutlich stärker als die Konkurrenten gesteigert.

Der gesamte chinesische Automarkt wuchs laut VDA-Präsident Wissmann im ersten Quartal dieses Jahres um rund 11 Prozent. An dem Wachstum zu Jahresbeginn hatten die deutschen Hersteller nach den VDA-Angaben weiter großen Anteil. Ihr Marktanteil in China habe im Januar und Februar bei 23 Prozent gelegen, sagte Wissmann. Im Gesamtjahr 2014 hätten rund 21 Prozent aller in China verkauften Neuwagen die Marke eines deutschen Konzerns getragen.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht