Kuka Roboter

Ein Unternehmen wie Kuka liefert die "Schlüsseltechnologie", die China braucht, um die Produktionseffizienz zu steigern. Die angestrebte Übernahme durch Midea stehe im Einklang mit der allgemein verfolgten Politik, Chinas Industriekapazitäten zu modernisieren. - Bild: Kuka

Das Land ist der größte und weltweit am schnellsten wachsende Markt für Industrieroboter, es steht für 8,5 Milliarden US-Dollar des 2014 rund 32 Milliarden Dollar umfassenden Gesamtmarkts. 2014 ist das letzte Jahr, für das laut der International Federation of Robotics (IFR) Marktdaten vorliegen.

Industrieroboter, die zur Automatisierung der Produktion eingesetzt werden, werden immer wichtiger für China, das sich selbst als "Fertigungskraftwerk" auf der weltweiten Bühne sieht, wie Experten sagen. Der Absatz von Industrierobotern nahm 2015 in China um 16 Prozent auf 66.000 Stück zu, in Nordamerika lag die Zunahme bei 11 Prozent, in Europa bei 9 Prozent, wie aus Daten von IFR hervorgeht.

Zwar haben chinesische Unternehmen in den vergangenen Jahren diverse große Übernahmen in Deutschland getätigt, sagte Florian Wolf, auf Mergers and Acquisitions spezialisierter Rechtsanwalt bei der Kanzlei Görg. Das Ausmaß des Kuka-Gebots sei allerdings "sehr außergewöhnlich". Es wäre zudem Chinas erster Zukauf einer börsennotierten deutschen Gesellschaft und der erste Erwerb eines Roboterherstellers.

Kuka brachte es 2015 auf einen Umsatz von etwa 3 Milliarden Euro, die Midea Group setzte 138,44 Milliarden Yuan um, oder rund 18,78 Milliarden Euro.