China, Geld

Die Industrie in China ist im Mai gewachsen. - Bild: Pixabay

Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe lag im Mai wie im Vormonat bei 51,2 Punkten, wie das Nationale Statistikbüro und Branchenverband China Federation of Logistics and Purchasing mitteilten. Vom Wall Street Journal befragte Volkswirte hatten im Median mit 51,0 Zählern gerechnet.

Der vielbeachtete Index, ein Maßstab des Geschäftsklimas, liegt bereits seit zehn Monaten in Folge über der Expansionsschwelle von 50 Punkten, die ein Wirtschaftswachstum signalisiert.

Bei den Subindizes war das Bild gemischt. Während die Exportaktivität leicht anzog, blieben die Neuaufträge stabil und die Produktion ging gegenüber dem April-Niveau leicht zurück. Nach Einschätzung von Ökonomen zeigt der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe vom Mai, dass die Wirtschaft sich langsamer abschwächt als erwartet.

Die Zahlen deuteten zudem darauf hin, dass die jüngsten Verschärfungen der Regulierung sich noch nicht auf die Realwirtschaft auswirken, sagt Zhang Yiping, ein Analyst bei China Merchants Securities Co. Das Wachstum werde sich im zweiten Quartal abschwächen, aber nicht so stark wie von vielen befürchtet, erwartet er.

Im zweiten Halbjahr dürften laut Volkswirten höhere Zinsen, schärfere Beschränkungen der Ausgaben der lokalen Regierungen, geringere Ausgaben für Infrastruktur und ein schwächerer Immobilienmarkt zu einem deutlichen Rückgang führen.