China

Chinas Wirtschaft hat im September ein uneinheitliches Bild abgegeben. - Bild: Pixabay

Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe der Nationalen Statisikbehörde sah den höchsten Stand seit fünf Jahren. Der privat erhobene Caixin-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, der laut Ökonomen den Ausblick für kleinere private Hersteller besser als der offizielle Index spiegelt, ging im September zürück.

Chinas offizieller Einkaufsmanagerindex stieg im September auf 52,4 Punkte von 51,7 Zählern im Vormonat, teilte das Nationale Statistikbüro mit. Ökonomen hatten mit einem Wert von 51,5 Punkten gerechnet. Damit liegt der Index den 14. Monat in Folge über der Schwelle von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert. Das Barometer der Analysehäuser Caixin und Markit fiel auf 51 Punkte von 51,6 Zählern im August.

Das Statistikbüro führte den Anstieg auf die Verbesserung der Nachfrage aus dem In- und Ausland sowie auf eine verstärkte Produktion der Konsumgüterhersteller vor der Feiertagswoche, die am 1. Oktober beginnt, zurück. Zudem habe die Produktion der chinesischen Exporteure für das Weihnachtsgeschäft angezogen. Der Wert zerstreut die Bedenken einiger Beobachter, die befürchteten, dass sich die Wirtschaft vor dem im Oktober anstehenden Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas abkühlen könnte. Bei dem am 18. Oktober beginnenden Parteitag wird der Staats- und Parteichef Xi Jinping aller Wahrscheinlichkeit nach für weitere fünf Jahre als Generalsekretär der KP bestätigt.

Divergenz aufgrund strengerer Umweltkontrollen

Caixin Media Co und das Marktforschungsinstitut Markit erklärten den Rückgang beim Caixin-Einkaufsmanagerindex damit, dass Auftragseingang und Produktion nicht so stark wie im Vormonat gewachsen seien. Lu Zhengwei, Volkswirt bei der Industrial Bank, führt die Divergenz der beiden Einkaufsmanagerindex auf die strengeren Umweltkontrollen Pekings zurück. Die Regierung führe Kontrollen durch zur Eindämmung der Umweltverschmutzung. Die kleieren Hersteller würden darunter stärker leiden, denn sie hätten in der Regel nicht so gute Emissionskontrollen. Bei Verstößen gegen die Auflagen kann Peking unter Umständen vorübergehende Stilllegungen verfügen.