Kuka Roboter

Der Ausgburger Roboterhersteller Kuka bekommt offenbar langfristige Garantien vom chinesischen Midea-Konzern, der die Firma übernehmen will. - Bild: Kuka

Eine entsprechende Investorenvereinbarung stehe kurz vor dem Abschluss, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung unter Berufung auf Verhandlungskreise. Der Pakt soll demnach bis Ende des Jahres 2023 gelten. Alle Standorte weltweit würden bis dahin fest geschrieben, allen Beschäftigten ihre Stellen garantiert. Stammsitz der Gesellschaft bleibe Augsburg.

Am Samstag habe der Kuka-Aufsichtsrat über die Vereinbarung beraten und Vorstandschef Till Reuter zu den neuesten Entwicklungen gehört. Nur noch letzte Details seien demnach mit den Chinesen zu klären, der Vertrag solle schon in den nächsten Tagen unterschrieben werden, so die Zeitung weiter. Damit solle die Unabhängigkeit des Kuka-Vorstandes unter dem neuen Eigentümer gewahrt bleiben.

Kuka soll börsennotiert bleiben

Auch bleibe die Kuka-Aktie an der Börse notiert, ein Delisting werde in dem Pakt ausgeschlossen. Dies garantierten die Chinesen selbst für den Fall, dass ihnen 100 Prozent aller Aktien angedient werden sollten. 75 Prozent der Aktien sind nach deutschem Recht nötig für einen Beherrschungsvertrag - auf diese Möglichkeit verzichteten die Chinesen laut der Investorenvereinbarung mit Kuka bis zum Jahr 2023, egal wie viele Anteile sie am Ende ihrer Übernahmeanstrengungen tatsächlich kontrollierten.

Bei Kuka war zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht zu erhalten.

Midea hatte am 16. Juni ein offizielles Übernahmeangebot für Kuka vorgelegt, das den MDAX-Konzern mit rund 4,6 Milliarden Euro bewertet. Midea bietet 115 Euro je Kuka-Aktie, das ist ein Aufschlag von 36 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom 17. Mai kurz vor Bekanntwerden der Übernahmepläne. Bis zum 15. Juli können die Aktionäre ihre Anteile andienen.

Das Übernahmeinteresse der Chinesen an Kuka schlägt in Wirtschaft und Politik hohe Wellen aus Sorge vor dem Export technischen Knowhows nach China und wegen der starken Verflechtung vor allem der deutschen Automobilindustrie mit dem Roboterhersteller.

Die besten Arbeitgeber im Maschinen- und Anlagenbau 2016

  • Pilz

    Den fünften Platz der mittelgroßen Unternehmen erreicht der Automatisierungstechnik-Anbieter Pilz. Das familiengeführte Unternehmen aus Ostfildern gibt über 2.000 Menschen einen Job. Das Unternehmen mit gleich zwei Frauen im Vorstand wünscht sich Mitarbeiter mit Mut für unkonventionelle Wege und Leidenschaft für einzigartige Lösungen. - Bild: Pilz

  • Heller

    Platz 4: Heller entwickelt und produziert CNC-Werkzeugmaschinen und Fertigungssysteme für die spanende Bearbeitung, weltweit werden 2500 Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiter des Sondermaschinenherstellers arbeiten oft an individuellen Aufträgen. - Bild: Heller

  • Putzmeister

    Der Spezialmaschinen- und Betonpumpen-Hersteller Putzmeister ist der drittliebste Arbeitgeber bei den mittleren Unternehmen: Der aus Aichtal in der Nähe von Stuttgart stammende Konzern wurde 2012 vom chinesischen Baumaschinenhersteller Sany übernommen und beschäftigt 3.000 Mitarbeiter. - Bild: Putzmeister

  • Netzsch

    Die Netzsch-Gruppe beschäftigt 3.000 Mitarbeiter, Hauptsitz ist Selb. Netzsch konnte sich im Vergleich zu 2015 vom vierten auf den zweiten Platz steigern. "Ich freue mich auch, dass wir damit allen zeigen können, dass die attraktiven Unternehmen und Arbeitgeber nicht zwangsläufig in Hamburg oder München sitzen müssen. Hier bei uns im Mittelstand im Fichtelgebirge gibt es tolle Unternehmen, die sehr gute Arbeitsbedingungen bieten", sagt Personalleiter Bernd Uebersezig. - Bild: Netzsch

  • VEM

    Schon wieder auf dem ersten Platz, wie auch schon 2015: Bei den mittelgroßen Unternehmen gilt die VEM Holding als beliebtester Arbeitgeber. Das Unternehmen umfasst fünf Werke, die 1997 von der Familie Merckle erworben wurden. Die Firmen stellen unter anderem Generatoren und Motoren her, 1.700 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. - Bild: Von KSDD - Eigenes Werk, Wikipedia

  • Dürr

    Mit seinen 15.000 Mitarbeitern landet Dürr wie schon im letzten Jahr auf Platz 5 und kann die Beliebtheit bei den Mitarbeitern behaupten. Der Dürr-Konzern setzt 60 Prozent seines Umsatzes mit Automibilherstellern und -zulieferern um. Das Bild zeigt neue Lackierroboter vor der beginnenden Produktion. - Bild: Dürr

  • Kuka

    Auf Platz 4: Weltweit arbeiten 12.000 Mitarbeiter für das Automatisierungsunternehmen Kuka mit Hauptsitz in Augsburg. Zu den Produkten gehören zum Beispiel Schweißroboter, wie im Bild zu sehen. Der Roboterexperte ist außerdem als „Fair Company“ von Karriere.de ausgezeichnet und im Universum-Ranking der beliebtesten Arbeitgeber. - Bild: Kuka

  • KHS

    Platz 3: Die KHS-Gruppe stellt Verpackungs- und Abfüllanlagen für die Getränkeindustrie und andere Abfüller her. Das rund 4.600 starke Unternehmen hat seinen Hauptsitz ist Dortmund und legt besonderen Wert auf Innovation. Mitarbeiter, die ihre Ideen einbringen, werden besonders belohnt: Für Patente erhalten sie zusätzlich zu einer Erfindervergütung eine Anerkennungs- und Erteilungsprämie. - Bild: KHS

  • Bosch

    Bosch hat weltweit 375.000 Mitarbeiter, davon 132.000 in Deutschland. Der Bereich Maschinen- und Anlagenbau Bosch Rexroth beschäftigt 33.700 Menschen. Zuletzt investierte das Unternehmen in den Aufbau einer großen Workforce von Informatikern, weil angesichts des Internets der Dinge IT-Skills immer wichtiger werden. Das Bild zeigt vernetzte Technik im Bosch-Werk in Stuttgart, die Mitarbeiter über den Zustand von Maschinen informiert. - Bild: Bosch

  • Trumpf

    Der beliebteste Arbeitgeber bei den großen Firmen ist Trumpf. Das Ditzinger Unternehmen beschäftigt 11.000 Mitarbeiter und stellt Werkzeugmaschinen, Laser und Elektronik für industrielle Anwendungen her. Bei Technologietrends vorn dabei: Als einer der ersten Maschinenbauer lieferte Trumpf Apps für seine Maschinen aus. - Bild: Trumpf