Saargummi produziert aus Kautschuk vor allem Dichtungen für die Autoindustrie in Europa, Amerika

Saargummi produziert aus Kautschuk vor allem Dichtungen für die Autoindustrie in Europa, Amerika und Asien (Bild: Saargummi).

WADERN-BÜSCHFELD (ks). Der Deal sei abgeschlossen, teilte die Chongqing Light Industry & Textile Holding (CQLT) mit. Nach Angaben eines Sprechers ist die Übernahme eine der ersten und bisher größten eines europäischen Unternehmens durch einen chinesischen Staatskonzern.

Der Verkauf der Saargummi Deutschland GmbH umfasst die gesamte Saargummi-Gruppe. Die Verhandlungen des Investors mit Gewerkschaften und Betriebsrat am deutschen Standort des insolventen Autozulieferers hatten sich über Wochen hingezogen. Bis zuletzt drohte ein Scheitern. CQLT war der einzige Bieter für Saargummi. Die Chinesen arbeiten seit 2006 mit dem Dichtungsspezialisten zusammen.

Eine spezielle Vereinbarung soll einen Teil der Arbeitsplätze in Deutschland sichern. Erst nachdem Anfang Mai in letzter Minute ein verbindlicher Tarifvertrag zur Standort- und Arbeitsplatzsicherung abgeschlossen worden war, hatten die Arbeitnehmer zugestimmt. Demnach sollen am Standort Wadern-Büschfeld im Saarland 737 der 783 unbefristeten Arbeitsplätze für mindestens fünf Jahre erhalten bleiben.

Saargummi hat weltweit mehr als 3000 Beschäftigte. Zu den wichtigsten Kunden zählen Volkswagen, Daimler, BMW, General Motors und Ford. Saargummi hatte 2010 einen Insolvenzantrag gestellt. Sitz der Saargummi-Gruppe ist Luxemburg.