Kuka Roboter

Der chinesische Konzern Midea will nicht mehr als 49 Prozent an Kuka halten. Für den Roboterbauer wird ein "starken deutschen Ankeraktionär" anvisiert. - Bild: Kuka

In der Bundesregierung gibt es demnach inzwischen Signale, dass der chinesische Bieter Midea nicht mehr als 49 Prozent an dem Unternehmen halten will. Weiterhin soll es einen starken deutschen Ankeraktionär geben, schreibt das Handelsblatt und beruft sich auf Verhandlungskreise. Auch Kuka-Chef Reuter könne sich mit dieser Lösung anfreunden, verlautete laut der Zeitung aus der Bundesregierung und Verhandlungskreisen.

Das Bundeswirtschaftsministerium wollte die Information der Zeitung nicht kommentieren. Bei Kuka war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Kuka ist ein wichtiger Ausrüster der deutschen Industrie. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und EU-Digitalkommissar Günther Oettinger wollen die Midea-Offerte mit einem europäischen Konsortium abwehren, um den Abfluss von Know-how zu vermeiden.

Abfluss von Know-how vermeiden

Unterdessen gab sich Midea-Vize Andy Gu zuversichtlich, mit dem 4,4 Milliarden Euro schweren Übernahmeangebot Erfolg zu haben. "Wir haben ein attraktives Angebot gemacht", sagte Gu dem Handelsblatt. Von dem großen Widerstand gegen die Offerte in Europa zeigte er sich überrascht und betonte die Wachstumsaussichten für Kuka in China. Sorgen um eine politische Einflussnahme seien unbegründet.

Die Chinesen hatten bei der Abgabe der Offerte angekündigt, ihren Anteil auf mindestens 30 Prozent aufstocken zu wollen. Eine Kontrolle über Kuka werde nicht angestrebt, hieß es.