Die EU-Sanktionen erschweren deutschen Maschinenbauern das Russland-Geschäft. - Bild: ThyssenKrupp

Die EU-Sanktionen erschweren deutschen Maschinenbauern das Russland-Geschäft. - Bild: ThyssenKrupp

Im ersten Quartal dieses Jahres sind nach Aussage des VDMA die Maschinenexporte dorthin um weitere gut 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, Russland fiel damit in der Rangliste der wichtigsten Abnehmerländer auf Rang 10 zurück. Im Jahr 2013 war das Land noch der viertgrößte Absatzmarkt für den deutschen Maschinenbau.

Eine neue Umfrage des VDMA unter fast 260 Mitgliedsunternehmen zeigt die Auswirkungen: 94 Prozent der Befragten gaben dabei an, von der Krise betroffen zu sein; zu spüren bekommen die Unternehmen das vor allem in Form von Auftragsrückgängen (83 Prozent) und sinkenden Anfragen (70 Prozent). Deshalb sei zu erwarten, dass die Exporte nach Russland in den kommenden Monaten stark zurückgehen werden.

China künftig wichtigster russischer Maschinenlieferant?

In den befragten Unternehmen wächst nun die Sorge, den russischen Markt an die Konkurrenz aus China dauerhaft zu verlieren. In den vergangenen zehn Jahren haben chinesische Unternehmen den deutschen Maschinenbauern bereits 10 Prozent Marktanteil abnehmen können. Nun glaubt gut ein Drittel der Befragten, aufgrund der Krise und der Sanktionen weitere Kunden oder Aufträge an chinesische Wettbewerber verloren zu haben. “Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis China zum wichtigsten russischen Maschinenlieferanten wird”, sagt Monika Hollacher, Russland-Expertin im VDMA.

Susanne Nördinger/Eduard Altmann