Osram Lichtkonzern

Anders als bei der Übernahme des Augsburger Roboterherstellers Kuka durch den chinesischen Investor Midea, hält sich die Politik im Fall Osram bislang weitestgehend zurück. - Bild: Osram

Die Rede ist von einem Preis von etwa 70 Euro pro Aktie. Die Osram-Aktie reagiert am Donnerstag mit einem vorbörslichen Kurssprung von knapp 15 Prozent auf die Aussicht auf ein mögliches Angebot. Am Mittwoch war die Aktie mit 54,31 Euro aus dem Handel gegangen. Zuletzt war in Medien wiederholt über potenzielle Kaufinteressenten aus China spekuliert worden. Ein Osram-Sprecher wollte den Medienbericht auf Anfrage nicht kommentieren.

Auch San'an war wegen der Feiertage in China für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Anders als bei der Übernahme des Augsburger Roboterherstellers Kuka durch einen chinesischen Investor, die Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) seinerzeit verhindern wollte, hält sich die Politik im Fall Osram eher zurück.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), der im Juni in der WirtschaftsWoche ankündigte, er wolle eine europäische Debatte zur Definition strategisch heikler Übernahme anregen, hat seine Vorschläge zusammengestellt und will sie demnächst der Bundeskanzlerin präsentieren. Das erfuhr die WirtschaftsWoche ebenfalls aus Verhandlungskreisen.