SGL Carbon

SGL Carbon will sich von seinem Hauptgeschäft mit Graphitelektroden trennen, das unter einem ruinösen Preiskampf leidet. Dazu soll die Sparte bis Ende Juni via Carve-out verselbständigt werden. - Bild: SGL Carbon

Wie das Manager Magazin unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, haben die Chinesen bereits Gespräche mit SGL-Carbon-CEO Jürgen Köhler und Großaktionärin Susanne Klatten geführt. Die Aktie von SGL legt im frühen Handel um 8,9 Prozent auf 11,50 Euro zu.

Das Wiesbadener Unternehmen will sich von seinem Hauptgeschäft mit Graphitelektroden trennen, das unter einem ruinösen Preiskampf leidet. Dazu soll die Sparte bis Ende Juni via Carve-out verselbständigt werden.

Geschäft in ruinösem Preiskampf

Ein Sprecher von SGL sagte zu Dow Jones, dass bereits Informationspakete an potenzielle Interessenten für das Graphitelektrodengeschäft verschickt worden seien. Namen könne er nicht nennen. Ein Gesamtverkauf des Unternehmens sei "reine Spekulation", das wolle er nicht kommentieren.

Laut Manager Magazin ist Chemchina vorrangig an einer Komplettübernahme interessiert, sei aber offen für alles. Das Graphitelektrodengeschäft würde gut zur 2011 von den Chinesen erworbenen Beteiligung Elkem passen.

Klatten ließ dem Magazin mitteilen, als "weltweit tätige Unternehmerin" rede sie "regelmäßig" mit internationalen Investoren.

Klatten hält über ihre Beteiligungsgesellschaft Skion 27,5 Prozent an SGL Carbon. Die BMW AG, deren Großaktionärin Klatten ist, hält 18,44 Prozent.