Claas, Drescher, Traktor, Landtechnik

Der Landtechnik-Gigant Claas meldet ein gutes Geschäftsjahr 2017. - Bild: Claas

Faktenübersicht Claas Geschäftsjahr 2017

  • Umsatz steigt um 3,6 Prozent auf 3,76 Milliarden Euro
  • Ergebnis vor Steuern mit 184 Millionen Euro nahezu verdoppelt
  • Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf sehr hohem Niveau
  • Rekordumsatz in Osteuropa
  • Ausblick für 2018: Positive Umsatzentwicklung, stabiles Ergebnis

„Wir konnten in einem sich stabilisierenden Landtechnikmarkt auf Wachstum umschalten und gleichzeitig unsere Profitabilität deutlich verbessern. Starke Impulse gingen vor allem von Osteuropa aus, wo gute Ernten zu einer spürbar höheren Nachfrage nach moderner Landtechnik führten“, sagte Hermann Lohbeck, Sprecher der Claas Konzernleitung.

Der weltweite Markt für professionelle Landtechnik hat laut Claas in diesem Jahr zugelegt. Jenseits einer sehr positiven Entwicklung in Osteuropa und Südamerika sei das Bild im restlichen Europa und auf den anderen Kontinenten jedoch uneinheitlich. Für Claas verbesserte sich der Umsatz in Deutschland leicht, während er in Frankreich, nach dem Wegfall einer Sonderabschreibungsmöglichkeit für Landwirte, erwartungsgemäß deutlich zurückging. Große Märkte wie China und die USA verzeichneten weiter eine rückläufige Umsatzentwicklung.

F&E-Ausgaben auf sehr hohem Niveau

Die Investitionen in Forschung und Entwicklung blieben mit 217 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres (221 Millionen Euro) und haben sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Mehr als elf Prozent der Claas Mitarbeiter arbeiten inzwischen im Bereich Forschung und Entwicklung. In einem Jahr mit mehreren internationalen Leitmessen stellte das Familienunternehmen eine breite Palette an Innovationen vor. Zur Agritechnica 2017 gewann Claas im Rahmen des Innovation Award der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) eine Gold- und vier Silbermedaillen. Der neue AXION 900 Großtraktor und der mit Liebherr entwickelte SCORPION Teleskoplader wurden zur „Maschine des Jahres“ gewählt.

Arbeitsumgebung bringt zusätzliche Impulse

Claas investierte 2017 nicht nur in neue Produkte, sondern auch in eine innovationsfördernde Arbeitsumgebung. Dafür steht die Fertigstellung des neuen Elektronikentwicklungszentrums im niedersächsischen Dissen, mit dem ein weiterer Schritt in Richtung digitale Zukunft gemacht wird. In Harsewinkel wird ein neues Test- und Prüfzentrum gebaut und mit dem „Greenhouse“ ein Co-Working-Space zur Entwicklung zukunftsweisender Geschäftsmodelle geschaffen.

Mitarbeiterzahl geht leicht zurück

Die weltweite Mitarbeiterzahl ging zum 30. September 2017 leicht auf 10.961 (Vorjahr:11.300) zurück. Darin spiegeln sich die weltweit unterschiedliche Entwicklung der Landtechnikmärkte sowie die in den letzten Jahren umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen wider. Während in Osteuropa zusätzliche Mitarbeiter eingestellt wurden, verringerte sich deren Zahl in China. In Deutschland blieb Claas mit 5.102 Mitarbeitern etwas unter dem Vorjahr (5.220). Die Ausbildungsquote lag dort bei hohen 7,9 Prozent (Vorjahr 8,2 Prozent).

Ausblick

Für das aktuelle Geschäftsjahr 2018 rechnet CLAAS mit einer moderaten Verbesserung auf den globalen Landtechnikmärkten. Zu den Treibern für eine steigende Nachfrage nach professioneller Landtechnik zählen die Entwicklung der Milchpreise und die erwartete Markterholung in Frankreich.  Die Ertragskraft der Landwirtschaftsbetriebe dürfte in den meisten Weltregionen wieder leicht zunehmen. CLAAS erwartet daher eine positive Umsatzentwicklung und ein stabiles Ergebnis vor Steuern.

Claas

  • Heidelberger Druckmaschinen, Maschinen- und Anlagenbau-Ranking 2015, Produktion, Oliver Wyman

    Heidelberger Druckmaschinen hat sich in den Bereichen Digitalisierung und Services neu positioniert. Auf diese Weise steigerte das Unternehmen seinem Umsatz von 2,33 auf 2,51 Mrd Euro. Im exklusiven Maschinen- und Anlagenbau-Ranking 2015 von Produktion und Oliver Wyman behauptet Heideldruck somit Platz 20. - Bild: Heidelberger Druckmaschinen

  • Linde, Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    "2015 spürten die Ausrüster im Öl- und Gasgeschäft großen Druck", sagt Oliver Wyman-Partner Thomas Kautzsch. Davon waren auch Firmen wie Linde Engineering tangiert, die nachgelagerte und verwandte Prozesse abwickeln. Der Umsatz des Unternehmens sank in Folge dessen von 3,11 auf 2,59 Mrd Euro. Das bedeutet ein Abstieg von Platz 11 auf 19 im Ranking. - Bild: Linde

  • Festo, Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Der Anbieter von Automatisierungstechnik Festo investiert 8 % des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Damit generiert er ein kontinuierliches Wachstum: Der Umsatz stieg 2015 von 2,45 auf 2,64 Mrd Euro. So sichert sich Festo die Position 18. - Bild: Festo

  • SEW Eurodrive, Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Das inhabergeführte Familienunternehmen SEW Eurodrive setzt auf stetiges Wachstum. Auch 2015 erhöhte der Anbieter von Antriebstechnik seinen Umsatz: von 2,6 auf 2,7 Mrd Euro. Dennoch rutscht SEW Eurodive vom 13. auf den 17. Platz ab. - Bild: SEW Eurodrive

  • Trumpf, Laserfertigung, Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Trotz des Wegfalls der Medizintechnik-Sparte schraubte Trumpf den Umsatz von 2,59 auf 2,72 Mrd Euro hoch. Das ist zwar eine Steigerung um 5 %, doch landet Trumpf auf dem 16. Platz, weil andere Firmen stärker gewachsen sind. - Bild: Trumpf

  • Jungheinrich, Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Jungheinrich profitierte 2015 von einer starken Nachfrage nach Logistiksystemen, die Sparte wuchs um 12 %. Insgesamt hoben die Hamburger ihren Umsatz von 2,5 auf 2,75 Mrd Euro an, was zu einem Aufstieg von Rang 16 auf 15 führt. - Bild: Jungheinrich

  • Kuka, Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Kuka akquirierte den Automatisierer für Lager und Krankenhäuser, Swisslog, der 2015 bereits einen Umsatz von 621 Mio Euro beisteuerte. Damit addierte sich der Kuka-Umsatz auf 2,97 Mrd Euro, nachdem dieser 2014 noch bei 2,1 Mrd Euro gelegen hatte. Und die Augsburger schnellten von Rang 0 auf 14. - Bild: Kuka

  • M+W, Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Das Geräte- und Anlagenbauunternehmen M+W Group erweitert seinen Wirkungskreis und schraubt den Umsatz von 2,46 auf 3,05 Mrd Euro hoch. Damit steigt das Unternehmen aus Stuttgart-Weilimdorf von Platz 17 auf Platz 13 auf. - Bild: M+W Group

  • Krones,  Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Generell haben sich die Lebensmittel- und Getränkemärkte im Jahr 2015 gut entwickelt. Das spürt der Hersteller von Verpackungs- und Abfülltechnik, Krones, der seinen Umsatz um 7,5 % von 2,95 auf 3,17 Mrd Euro ausbaute. Damit verteidigen die Neutraublinger Rang 12 im Maschinenbau-Ranking 2015. - Bild: Krones

  • SMS Group,  Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Von der weltweiten Stahlkrise ist auch die SMS Group betroffen. Dafür habe sich das Unternehmen aus Sicht des Beraters Thomas Kautzsch gut gehalten. Der Umsatz ging nur leicht von 3,4 auf 3,3 Mrd Euro zurück. Die SMS Group bewegte sich deshalb von Platz 10 auf 11 im Ranking. - Bild: SMS Group

  • Dürr, Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr konsolidierte 2015 erstmals ganzjährig den Umsatz der im Oktober 2014 erworbenen Homag Group. Auch sonst liefen die Geschäfte gut, so dass Dürr den Umsatz um 46 % auf 3,77 Mrd Euro anheben konnte und im Maschinen- und Anlagenbau-Ranking von Platz 15 auf 19 aufstieg. - Bild: Dürr

  • MAN Power Engineering, Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Im Geschäftsbereich Power Engineering von MAN ging der Auftragseingang 2015 um 13 % auf 3,4 Mrd Euro zurück. Daraus resultierte ein Umsatz von 3,78 Mrd Euro, der noch leicht über dem Vorjahreswert von 3,73 Mrd lag. Damit verteidigt MAN Power Engineering Platz 9 im Ranking. - Bild: MAN

  • Claas,  Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Trotz eines schwachen Marktes für professionelle Landtechnik konnte der Hersteller Claas einen leicht erhöhten Umsatz von 3,84 Mrd Euro einfahren. Impulse kamen dabei von den Märkten außerhalb Europas, wo der Umsatz zweistellig wuchs. Der Landtechnikhersteller bleibt somit auf Rang 8. - Bild: Claas

  • Voith,  Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Voith plante bereits 2015, Voith Industrial Services zu verkaufen, und rechnete den Umsatz des Bereichs nicht mehr dem Gesamtumsatz hinzu. So sank der Umsatz auf 4,3 Mrd Euro von zuvor 5,35 Mrd Euro. Das bedeutet ein Abstieg von Rang 4 auf 7. - Bild: Voith

  • GEA Group, Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Da die Chinesen weniger europäische Milch kaufen, ist das Geschäft mit Milchanlagen schwieriger geworden. Deswegen sei auch die GEA Group nicht so stark wie in der Vergangenheit gewachsen, sagt Berater Kautzsch. Der Umsatz erhöhte sich nur von 4,52 Mrd Euro auf 4,6 Mrd Euro, was einen Aufstieg von Platz 7 auf 6 bedeutet. - Bild: GEA Group

  • Enercon, Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Um die Unabhängigkeit des Windenergieanlagenherstellers Enercon zu gewährleisten, wurde 2012 die Alois Wobben Stiftung gegründet, unter deren Dach Enercon arbeitet. Die Stiftung ist zurückhaltend bei der Kommunikation von Finanzkennzahlen. 2014 betrug der Umsatz von Enercon 4,9 Mrd Euro. Der Umsatz für 2015 wurde noch nicht veröffentlicht, soll aber nach Ansicht von Branchenbeobachtern gestiegen sein. Damit bleibt die Firma auf Platz 5. - Bild: Enercon

  • Kion, Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Die Kion Group profitiert vom weltweiten Trend zum Online-Handel. Denn das Intralogistikunternehmen liefert die Technik für die benötigten Warenlager. Das führte dazu, dass Kion seinen Umsatz von 4,68 auf 5,1 Mrd Euro anheben konnte. Die Wiesbadener sind somit die größten Aufsteiger im Maschinen- und Anlagenbau-Ranking: Sie steigen von Platz 6 auf Platz 4 auf. - Bild: Kion Group

  • Thyssen Krupp, Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Der Bereich Industrial Solutions von Thyssen Krupp verzeichnete ein niedrigeres Geschäftsvolumen als im Vorjahreszeitraum, dagegen stieg der Umsatz des Bereichs Components Technology. Insgesamt walzte der Bereich Maschinen- und Anlagenbau von Thyssen Krupp den Umsatz von 5,71 auf 5,91 Mrd Euro aus. Damit sichert sich das Unternehmen weiterhin Platz 3. - Bild: Thyssen Krupp

  • Bosch, Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Bosch litt unter einem Umsatzrückgang um 3,2 % bei Bosch Rexroth. Dagegen wuchs der Umsatz des Bereichs Packaging Technology um 10,2 % auf 1,3 Mrd Euro. Insgesamt reduzierte sich der Umsatz der für den Maschinenbau relevanten Bereiche von 6,71 auf 6,6 Mrd Euro, Bosch verteidigte dennoch Platz 2 im Maschinen- und Anlagenbau-Ranking 2015. - Bild: Fraunhofer IFAM

  • Siemens, Maschinenbau, Anlagenbau, Ranking, Umsatz, Produktion, Oliver Wyman, 2015

    Siemens hat es geschafft, sich stark im Bereich Software zu entwickeln. Das Unternehmen deckt viele Automatisierungsbereiche mit seinen Programmen ab und hat deshalb eine gute Basis, um Industrie 4.0-Lösungen bei den Kunden einzuführen. Siemens weitete 2015 seinen Umsatz in ausgewählten Divisionen von 37,13 auf 38,70 Mrd Euro aus. Damit behauptet das Technologieunternehmen weiterhin die Spitzenposition im Maschinen- und Anlagenbau-Ranking. - Bild: Siemens