Commerzbank,Stellenabbau,Arbeitsplätze

Bei der Commerzbank sollen unter dem Strich 7.300 Stellen abgebaut werden. - Bild: Commerzbank

Das bestätigte der Vorstand der Commerzbank AG als Reaktion auf aktuelle Marktgerüchte. Allerdings sei zum jetzigen Zeitpunkt kein Beschluss zur Umsetzung der Ziele gefasst worden.

Der Vorstand will die strategischen Ziele nach der Erörterung mit dem Aufsichtsrat am morgigen Freitag beschließen.

Demnach will die Commerzbank wird bis Ende 2020 ihre Profitabilität nachhaltig erhöhen. Im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" will sie sich konsequent auf ihre Kerngeschäfte konzentrieren, 80 Prozent ihrer relevanten Prozesse digitalisieren und dadurch signifikante Effizienzgewinne realisieren. Ihr Geschäft fokussiert sie in den zweiKundensegmenten "Privat- und Unternehmerkunden" sowie "Firmenkunden".

Die Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets werden gebündelt und das Handelsgeschäft im Investmentbanking reduziert. Dadurch werden Ergebnisvolatilität und Risiken aus regulatorischen Änderungen verringert sowie Kapital freigesetzt und in das Kerngeschäft mit Kunden investiert.

Zum Jahresende rechnet die Bank mit einer harten Eigenkapitalquote von nahezu 12 %, sofern keine wesentlichen Marktverwerfungen eintreten.

Die Fokussierung aufs Kerngeschäft und die damit einhergehende Aufgabe einzelner Geschäftsaktivitäten sowie die Digitalisierung und Automatisierung von Arbeitsabläufen werden laut Mitteilung zu einem Stellenabbau in Höhe von rund 9.600 Vollzeitkräften führen. Die Bank wird zeitnah die vorbereitenden Gespräche mit den entsprechenden Arbeitnehmergremien aufnehmen. Gleichzeitig werden rund 2.300 neue Stellen in Wachstumsfeldern entstehen. Damit beläuft sich der Netto-Stellenabbau auf rund 7.300 Vollzeitkräfte.

Zur Finanzierung der Restrukturierungskosten von rund 1,1 Milliarden Euro wird die Commerzbank vorerst keine weiteren Dividendenzahlungen vornehmen und ihre Ergebnisse in die Gewinnrücklage einstellen.