Elmar Degenhart

Elmar Degenhart: "Mobilität wird gerade neu erfunden. Sie soll noch sicherer sein, noch sauberer und vor allem voll vernetzt sowie erschwinglich für alle. Dafür sind effizientere, intelligentere und nachhaltigere Mobilitätskonzepte gefordert." - Bild: Continental

Das sagte Konzernchef Elmar Degenhart auf der Hauptversammlung. "Im Jahr 2020 werden unsere Automotive-Divisionen damit bereits jeden zehnten Euro erlösen", sagte der Manager. Das seien umgerechnet mehr als 3 Milliarden Euro Umsatz jährlich.

Schon heute sei das Geschäft mit Assistenzsystemen, die beispielsweise den toten Winkel einsehen, das Fahrzeug in der Spur halten oder im Notfall eigenständig bremsen, "unser stärkster Wachstumsbereich", sagte er. Gemeinsam mit den zugehörigen Sensorsystemen werde Conti damit in diesem Jahr eine Milliarde Umsatz erzielen.

Herausforderung und Chance: Die Elektrifizierung des Antriebs

Die emissionsfreie Elektromobilität sei technologisch nicht vor 2025 reif für den Marktdurchbruch. Bis dahin werde eine Übergangslösung vom Verbrennungsmotor zum elektrischen Antrieb benötigt. Aus Sicht von Continental ist dies zum Beispiel der "Volks-Hybrid". Degenhart erklärte: "Wir kombinieren dafür den Benzin- oder Dieselmotor mit einem kleinen Elektromotor."

Der Conti-Chef gab die Traummaße für den erfolgreichen Marktdurchbruch des Elektroantriebs vor. Sie lauten 100 – 100 – 150: Batteriezellen für 100 Kilowattstunden Energie bei 100 Litern Batterievolumen und 150 Kilogramm Gewicht. "Im Vergleich zu heute heißt das: halbe Größe, halbes Gewicht und deutlich weniger als halbe Kosten. Unsere Industrie braucht eine derart leistungsstarke Batteriezelle. Schön wäre es, wenn sie aus Deutschland käme. Aber zu heutigen deutschen Strompreisen lassen sich Batteriezellen hierzulande nicht wirtschaftlich herstellen", so Degenhart.