Continental Elmar Degenhart

Continental-Chef Elmar Degenhart erwartet für den westeuropäischen Pkw-Markt ein weiteres Wachstum. - Bild: Continental

Der US-Markt habe einen Höchststand erreicht, dort sei nur noch ein wenig Luft nach oben. Das sagte der Manager im Gespräch mit Dow Jones Newswires auf der Automesse in Detroit.

Getragen werde das Wachstum dementsprechend eher vom chinesischen und westeuropäischen Markt. In China erwarte er in diesem Jahr ein Plus zwischen drei bis maximal vier Prozent. Der westeuropäische Markt habe im vergangenen Jahr zwar positiv überrascht, "ist aber noch weit von alten Rekordwerten entfernt", sagte er. Dort sei auch entscheidend, wie sich die Schuldenkrise in den Ländern weiter entwickle und auch, wie die Europäische Zentralbank agiere. "Dennoch ist unsere Erwartungshaltung, dass Westeuropa noch einmal wächst", sagte er.

Erste Kennzahlen von 2015

Conti hatte am Montagmorgen im Rahmen der Automesse in Detroit erste Kennzahlen bekannt gegeben. Der Umsatz stieg 2015 um 14 Prozent auf 39,2 Milliarden Euro, wie der Autozulieferer mitteilte. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 4,4 Milliarden Euro, was einer Marge von 11,7 Prozent entsprach.

Conti konnte im vergangenen Jahr auch vom niedrigen Rohölpreis profitieren. Eine verlässliche Meinung dazu, wie sich der Rohöl-Preis in diesem Jahr entwickeln wird, die könne derzeit niemand geben, sagte der Manager weiter. Obwohl Conti im vergangenen Jahr von niedrigen Preisen profitiert hatte, mahnte Degenhart jedoch, dass die Gefahr von Blasenbildungen bestehe.

Größere Akquisitionen schloss Degenhart derweil für 2016 aus. "Wir haben viele Ideen", sagte Degenhart, jedoch keine konkreten Pläne.