Conti-Zentrale in Hannover: Der Automobilzulieferer will dieses Jahr die Rekordmarke beim Umsatz

Conti-Zentrale in Hannover: Der Automobilzulieferer will dieses Jahr die Rekordmarke beim Umsatz knacken (Bild: Continental AG).

Von Katharina Becker, Dow Jones Newswires

HANNOVER (Dow Jones/ks)–Sowohl die Automobilsparte als auch das Reifengeschäft dürften daher im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich besser ausfallen, erklärte der MDAX-Konzern. Dabei kommen Conti auch die in diesem Jahr späten Osterfeiertage zu Gute, die ins zweite Quartal rutschen. Conti will am 5. Mai über die Ergebnisse des ersten Quartals berichten.

Nachdem sich die Automobilindustrie seit dem Frühjahr 2010 langsam aus der Wirtschaftskrise herausgearbeitet hat, dürften die Zuwächse beim Umsatz und operativen Ergebnis ab dem zweiten Quartal wieder deutlich kleiner ausfallen, gab Conti zu bedenken. Dank der weltweit wachsenden Autonachfrage will der Konzern in diesem Jahr seine Rekordjagd jedoch fortsetzen. Mit mehr als 28,5 Mrd Euro wollen die Hannoveraner mit Elektronikbauteilen, Fahrzeugkomponenten und Reifen gut ein Zehntel mehr einnehmen und damit die Rekordmarke des vergangenen Jahres nochmals deutlich übertreffen.

Auch im kommenden Jahr will der Automobilzulieferer weiter Gas geben. Sollte die weltweite Automobilnachfrage – wie von unabhängigen Experten vorhergesagt – in diesem Jahr um rund 8% auf mehr als 81 Millionen Neuwagen steigen, will Conti noch eins draufsetzen: Der Umsatz der Automobilsparte solle weiterhin 5 Prozentpunkte schneller zulegen als die Kernmärkte wachsen, hieß es in dem Geschäftsbericht weiter. Die Reifensparte dürfte demnach ein hohes einstelliges Umsatzplus erreichen.

Im kommenden Jahr will der weltweit drittgrößte Automobilzulieferer seine Schulden deutlich reduzieren. Ende diesen Jahres sollen die Verbindlichkeiten um mehr als eine halbe Mrd Euro auf weniger als 7 Mrd Euro schrumpfen. Conti stand durch den VDO-Kauf Ende des Jahres 2009 noch mit knapp 8,9 Mrd Euro bei den Geldgebern in der Kreide. Die Erlöse aus der Kapitalerhöhung im Januar von gut 1 Mrd Euro nutzte der Konzern zum Teil, um den Schuldenberg 2010 auf 7,3 Mrd Euro abzuschmelzen. Damit kommt Conti deutlich schneller von seinen Schulden herunter als erwartet.