(Bild: Continental).

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FRANKFURT (Dow Jones/ks)–”Wir erwarten jetzt einen Umsatz von mindestens 29,5 Mrd Euro, nachdem wir bislang mit mehr als 28,5 Mrd Euro gerechnet hatten”, sagte Vorstandsvorsitzender Elmar Degenhart am Freitag. “Außerdem streben wir eine bereinigte EBIT-Marge von rund 10% an, die damit leicht über dem guten Wert des Jahres 2010 von 9,7 Prozent läge”.

Dabei werden die Niedersachsen stärker durch die hohen Rohstoffkosten belastet als bislang erwartet: Degenhart erklärte, trotz der inzwischen leicht rückläufigen Naturkautschukpreise werde die Rohstoffkostenbelastung des Reifengeschäfts 2011 wohl bei 850 Mio Euro liegen. Grund seien vor allem die unter anderem wegen der Naturkatastrophe in Japan sprunghaft gestiegenen Preise für Synthesekautschuk.

Diese würden zwar im zweiten Halbjahr zu Belastungen führen. “Wir sehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber keinen Grund dafür, dass sich die gute Ergebnisentwicklung im zweiten Halbjahr 2011 gegenüber dem ersten Halbjahr abschwächen wird”, so Degenhart.

Im zweiten Quartal erlöste Conti dank der anhaltend hohen Nachfrage aus der Automobilindustrie gut 7,5 Mrd Euro nach knapp 6,7 Mrd Euro im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg von 702 Mio Euro auf knapp 750 Mio Euro, womit die Marge bei 10% lag. Unter dem Strich verdiente der MDAX-Konzern 315 Mio Euro. Zwischen April und Juni 2010 waren es nur 121 Mio Euro gewesen.

Finanzvorstand Wolfgang Schäfer erklärte, Continental habe seine Netto-Finanzschulden innerhalb der ersten sechs Monate dieses Jahres weiter reduzieren können. Ende Juni lagen die Verbindlichkeiten noch bei 7,1 Mrd Euro, Ende März waren es noch rund 500 Mio Euro mehr gewesen. “Nach dem ersten Halbjahr können wir unsere für das laufende Geschäftsjahr hinsichtlich der Gearing Ratio gesteckten Ziele bestätigen und haben die mittelfristig angestrebten 70% sicher im Blick”, sagte Schäfer. Ziel sei es nun, die Verbindlichkeiten deutlich unter die Marke von 7 Mrd Euro zu drücken.