Elmar Degenhart: "Mit Blick auf die nach wie vor "schleppende Entwicklung" einiger Absatzmärkte

Elmar Degenhart: "Mit Blick auf die nach wie vor "schleppende Entwicklung" einiger Absatzmärkte habe sich der Konzern erfreulich entwickelt." - Bild: Continental

Der Hannoveraner Automobilzulieferer Continental ist gut ins Jahr gestartet. Umsatz und operativer Gewinn legten in den ersten drei Monaten des Jahres zu.

Der DAX-Konzern legte auf seiner Hauptversammlung erste Kennzahlen für das Auftaktquartal vor und traut sich für die kommenden Monate nun etwas mehr zu.

In den ersten drei Monaten des Jahres stiegen die Einnahmen des Automobilzulieferers und Technologiekonzerns um 14 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro. Vor Zinsen und Steuern blieben davon bereinigt um Sondereffekte rund 1 Milliarde Euro übrig, nach 953 Millionen im Vorjahr. Negativ wirkten sich auf das Konzernergebnis nach Angaben von Conti Integrationskosten und einmalige Aufwendungen für die Übernahme des Kautschukunternehmens Veyance aus und belasteten mit 37 Millionen Euro.

Der Umsatz lag damit über den Erwartungen der zuvor von Dow Jones Newswires befragten Analysten. Der bereinigte operative Gewinn (EBIT) wurde von Analysten in etwa in der Höhe erwartet.

Erholung des westeuropäischen Automarktes belebt Bilanz

Mit Blick auf die nach wie vor “schleppende Entwicklung” einiger Absatzmärkte habe sich der Konzern erfreulich entwickelt, sagte Konzernchef Elmar Degenhart. Er rechne in den kommenden Quartalen mit einer Belebung des Ersatzbedarfs für Reifen. Zudem erwarte er in Westeuropa auch steigende Pkw-Produktionszahlen.

Auf die nächsten Monate schaut der Conti-Chef deshalb offenbar etwas optimistischer als noch zur Bilanzpressekonferenz. “Dementsprechend sollte auch unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den kommenden Quartalen weiter zulegen können”, sagte Degenhart, ohne jedoch Details zu nennen.

Auf der Bilanzpressekonferenz hatte Continental eine um Sondereffekte bereinigte EBIT-Marge von “mehr als 10,5 Prozent” für 2015 in Aussicht gestellt. Der Umsatz soll nach damaligen Angaben um fast 9 Prozent auf rund 37,5 Milliarden Euro steigen. Darin ist ein Beitrag von rund 1,3 Milliarden Euro aus der Veyance-Übernahme enthalten. Wechselkurseffekte könnten den Umsatz zudem zusätzlich um 1 Milliarde Euro erhöhen, teilte der Konzern damals mit.

Continental erwirtschaftete 2014 einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Steuern und Zinsen (bereinigtes EBIT) von 3,87 Milliarden Euro, nach 3,74 Milliarden im Vorjahr. Der Umsatz stieg von 33,33 auf 34,51 Milliarden Euro. Die bereinigte EBIT-Marge hatte sich im Jahr 2014 von 11,2 auf 11,3 Prozent leicht verbessert.

Die endgültigen Zahlen für das erste Quartal wird Continental am 7. Mai vorlegen.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke