Continental-Chef Elmar Degenhart plädiert vehement für einen weiteren freien Handel. Er sieht Gefahren in neuen Verhandlungen seitens des US-Präsidenten Donald Trumps bezüglich des Freihandelsabkommens Nafta.

Continental-Chef Elmar Degenhart plädiert vehement für einen weiteren freien Handel. Er sieht Gefahren in neuen Verhandlungen seitens des US-Präsidenten Donald Trumps bezüglich des Freihandelsabkommens Nafta. - Bild: Continental

Continental habe 2.800 direkte Lieferanten, die wiederum eigene Zulieferer hätten. Die gelieferten Teile überschritten auf dem Weg zum Produkt mehrfach Grenzen. Der Hannoveraner Dax-Konzern selbst sei in über 50 Ländern mit über 100 Standorten vertreten. US-Präsident Donald Trump will das Nafta-Freihandelsabkommen neu verhandeln und für die USA mutmaßliche Nachteile beiseite räumen. Für Güterlieferungen zwischen Mexiko, den USA und Kanada könnten sich gravierende Änderungen ergeben.

Vorteile aus gesenkten Steuersätzen

Die im Dezember verabschiedete US-Steuerreform dürfte Conti zugute kommen, auch wenn erstmal eine geringe Belastung ansteht. "Wir werden 2017 einen Nachteil haben", sagte Degenhart. "Danach aber ergeben sich aus den gesenkten Steuersätzen Vorteile."

Degenhart bezifferte die Belastung des Gewinns 2017 aus der Neubewertung von Steuerverlustvorträgen auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Conti hat im vergangenen Jahr rund 44 Milliarden Euro umgesetzt. Bereinigt um Sondereffekte sowie vor Zinsen und Steuern verdiente Conti laut vorläufigen Zahlen mehr als 4,7 Milliarden Euro.