Continental verstärkt sich durch Zukauf mit 1.900 Software-Experten. - Bild: Continental

Continental verstärkt sich durch Zukauf mit 1.900 Software-Experten. - Bild: Continental

Der im DAX notierte Konzern übernimmt den deutschen Software-Spezialisten Elektrobit Automotive. Etwa 1.900 Software-Experten stärken dadurch das Continental-Entwicklungsteam, wie das Unternehmen mitteilte.

Die in Erlangen ansässige Elektrobit Automotive GmbH, ein Spezialist für “innovative Software-Lösungen”, gehört zur finnischen Elektrobit Corporation. Das Unternehmen arbeite seit mehr als zehn Jahren mit Continental zusammen.

Trend: Automatisiertes Fahren

Der in Hannover ansässige Konzern verstärke sich mit dem Kauf in der Entwicklung aktueller Projekte und bei der Technologieentwicklung von Systemen für automatisiertes Fahren. Continental beschäftigt derzeit eigenen Angaben zufolge rund 11.000 Mitarbeiter im Bereich Software-Entwicklung.

Der Vorstand von Elektrobit habe sich einstimmig dafür ausgesprochen, der Transaktion zuzustimmen und werde den Aktionären zu einer Hauptversammlung am oder um den 11. Juni einladen. Von einigen Aktionären, die zusammen rund 46 Prozent der ausgegebenen Aktien vertreten, liege eine verbindliche Zusage vor, dem Verkauf zuzustimmen. Die Genehmigung erfordere eine einfache Mehrheit.

Für den Abschluss des Kaufs sind noch die Freigabe der Kartellbehörden und die Zustimmung der Hauptversammlung von Elektrobit erforderlich, wie Conti weiter mitteilte. Mit dem Vollzug des Kaufs rechnet das Unternehmen im dritten Quartal 2015. Der Kaufpreis liegt bei rund 600 Millionen Euro.

Beobachter begrüßen den Zukauf

Marktbeobachter werten die Ankündigung des zukaufs sehr positiv für Continental: “Am Markt wird alles gerne gesehen, was Conti weg vom reinen Reifengeschäft bringt”, sagt ein Börsenhändler in Frankfurt. Conti zeige ein ganz klares Commitment, wie es strategisch weitergehen soll, meint ein anderer Händler: “Denn die eigenen 11.000 Entwickler gleich mit 1.900 neuen zu verstärken, ist eine Ansage”.

Dow Jones Newswires/Karoline Kopp