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Das Schlussquartal 2017 war für Continental äußerst erfolgreich. - Bild: Continental

In diesem Jahr dürften sich sinkende Rohmaterialpreise für Kautschuk und andere Gummirohstoffe zudem im Zusammenspiel mit Preiserhöhungen positiv auswirken. Dennoch rechnen Analysten mit den ersten Eckdaten für 2017 an diesem Dienstag (9. Januar) wieder einmal mit einem vorsichtigen Ausblick.

Vorstandschef Elmar Degenhart hatte mit den Zahlen zum dritten Quartal einen starken Schlussspurt bei Umsatz und Ergebnis in Aussicht gestellt. Den Schätzungen der fünf bis Montag von dpa-AFX befragten Analysten zufolge ist das gelungen. Sie rechnen auf Jahressicht mit einem Umsatzplus von gut 8 Prozent auf 43,97 Milliarden Euro. Der Anstieg beim bereinigten operativen Ergebnis von gut 10 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro sollte zu einem kleinen Plus bei der Marge auf 10,9 Prozent führen. Damit hätte das Unternehmen die ausgerufenen Ziele im Kasten.

Spannender wird aber wohl, was sich Degenhart und Finanzchef Wolfgang Schäfer zum neuen Jahr entlocken lassen. Durchweg gehen die Analysten davon aus, dass sich das Management gewohnt vorsichtig zeigt und einen Umsatz zu konstanten Wechselkursen von mehr als 45 Milliarden Euro und eine bereinigte Ebit-Marge von mehr als 10,5 Prozent als Ziel ausgibt. Allerdings wird am Markt laut der Nachrichtenagentur Bloomberg bereits mit rund 46,3 Milliarden Umsatz und einer operativen Marge von 11,3 Prozent kalkuliert.

Tim Rokossa von der Deutschen Bank und Ashik Kurian von der US-Investmentbank Jefferies sind sich einig, dass dem Konzern zum einen das starke Wachstum in der Autosparte erhalten bleibt. Das zuletzt stark wachsende Auftragsbuch könnte mit entsprechenden Bestellungen für Fahrerassistenzsysteme sowie Elektroantriebe auch weiter für Fantasie bei den Anlegern sorgen, schreibt Kurian.

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    Faurecia setzte 2016 18, 711 Milliarden Euro um. Das macht für die Franzosen Platz 10 im Ranking der umsatzstärksten Automobilzulieferer. - Quelle: Statista, Bild: Faurecia

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    Auf Platz 9 im Ranking der umsatzstärksten Automobilzulieferer mit einem Umsatz von 20, 907 Milliarden Euro im Jahr 2016 landet Michelin. - Quelle: Statista, Bild: Fabien1309 / Wikimedia / CC by SA 2.0

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    Das Duo Bridgestone / Firestone landet mit einem Umsatz von 22, 485 Milliarden Euro im Jahr 2016 auf Platz 8 der umsatzstärksten Autozulieferer. - Quelle: Statista, Bild: Pixabay

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    Im Jahr 2016 machte Aisin einen Umsatz von 27, 977 Milliarden Euro. Das bedeutet Platz 7 im Umsatzranking der Automobilzulieferer. - Quelle: Statista, Bild: AIiin

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    30, 227 Milliarden Euro hat Hyundai Mobis im Jahr 2016 umgesetzt. Das macht für die Koreaner Platz 6 im Ranking der umsatzstärksten Zulieferer. - Quelle: Statista, Bild: Hyundai Mobis

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    Am Bodensee freut man sich über einen Umsatz von 32, 353 Milliarden Euro im Jahr 2016 und damit über Platz 5 im Ranking der umsatzstärksten Autozulieferer. - Quelle: Statista, Bild: ZF Friedrichshafen

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    Die Austro-Kanadier von Magna, hier das Magna Steyr Werk in Graz, sind mit einem Umsatz von 34,587 Milliarden Euro im Jahr 2016 die Nummer 4 im Umsatzranking der Automobilzulieferer. - Quelle: Statista, Bild: Thilo Parg/Wikimedia/CC by SA 3.0

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    Platz 3 im Ranking der umsatzstärksten Zulieferer im Automobilbereich geht an Denso. Das Unternehmen machte 2016 einen Umsatz von 36,301 Milliarden Euro. - Quelle: Statista, Bild: At by At/Wikimedia/CC by SA 3.0

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    Silber, also Platz 2, geht an Continental. Mit einem Umsatz von 40, 550 Milliarden Euro im Jahr 2016 hat sich der Zulieferer das auch redlich verdient. - Quelle: Statista, Bild: Continental

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    Mit seinem Umsatz von 42,936 Milliarden Euro liegt Bosch im Ranking der Automobilzulieferer ganz klar auf Platz 1. - Quelle: Statista, Bild: Bosch

Deutlich profitabler dürfte den Experten zufolge im neuen Jahr die Reifensparte werden. Angesichts höherer Einkaufspreise für Rohmaterialien und Gegenwind von Wechselkursen habe die Sparte bereits im vergangenen Jahr beeindruckend abgeschnitten, meint Kurian. Nun kann sich die Branche aber laut UBS-Analyst David Lesne auf bessere Bedingungen einstellen - sofern die Verkaufspreise für Reifen nicht zu stark sinken.

Goldman-Sachs-Expertin Lucile Leroux geht davon aus, dass die Umsatzrendite des Gewinnlieferanten im Conti-Konzern in diesem Jahr von zuletzt 17 Prozent auf über 20 Prozent steigt. Das Unternehmen dürfte von fallenden Preisen für Reifen-Rohstoffe profitieren und bei den Verkaufspreisen diszipliniert bleiben - ergo wenig Rabatte einräumen.

Finanzchef Schäfer hatte bereits in Aussicht gestellt, dass sich die Preisentwicklung erst im ersten Halbjahr 2018 zugunsten von Conti auswirken werde. Henning Cosman von der HSBC rechnet in den ersten sechs Monaten mit "sehr starken Margen" im Brot- und Buttergeschäft der Hannoveraner.

Etwas weiter in die Zukunft blickt JPMorgan-Experte Jose Asumendi und erhofft sich Details zu Degenharts Aussagen rund um mögliche Investitionen in die Feststoffbatterie als Energiespeicher künftiger Elektroautos. Degenhart hatte in der "Automobilwoche" angekündigt, Investitionen in die Herstellung von Akkus der nächsten Generation zu prüfen. Wegen des hohen Finanzbedarfs brauche es dafür aber auch Partner, so der Conti-Chef. Mittelfristig seien Schritte wie diese für Conti wichtige Weichenstellungen, schrieb Asumendi.