FRANKFURT (Dow Jones/rm). “Wir halten es (…) für realistisch, den Umsatz für das gesamte Jahr gegenüber den gut 20 Mrd EUR des Vorjahres um rund 15% zu verbessern und auch beim bereinigten operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern deutlich über dem Vorjahr zu liegen”, sagte Vorstandsvorsitzender Elmar Degenhart am Freitag.

Die bereinigte operative EBIT-Marge für das Jahr 2010 soll bei 8,0% bis 8,5% liegen nach 5,8% im Vorjahr. Die Continental AG bereinigt ihr operatives Ergebnis um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation und Konsolidierungskreisveränderungen sowie Sondereffekte. Aus heutiger Sicht werden gestiegene Rohstoffkosten, insbesondere bei für die Reifenproduktion nötigem Naturkautschuk, das Ergebnis im zweiten Halbjahr mit rund 250 Mio EUR belasten.

Bislang hatte der MDAX-Konzern ein Einnahmenplus von bis zu 10% angepeilt und einen höheren Gewinn in Aussicht gestellt.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 entwickelte sich das Geschäft der Hannoveraner, die 2009 stark von der Wirtschafts- und Branchenkrise in Mitleidenschaft gezogen worden waren, positiv. Nach vorläufigen Zahlen stiegen die Einnahmen um etwa 38% auf rund 12,5 Mrd EUR. Das bereinigte operative Ergebnis werde voraussichtlich bei mindestens 1,2 (Vorjahr: 0,249) Mrd EUR liegen. Sondereffekte ergaben sich in der ersten Jahreshälfte vor allem durch die Schließung der Lkw-Reifenproduktion am Standort Hannover/Stoecken, die das Ergebnis nach Angaben vom Freitag mit rund 35 Mio EUR belastete.