Zufriedene Gesichter nach einem erfolgreichen Jahr 2017: Continental CEO Dr. Elmar Degenhart und Finanzvorstand Wolfgang Schäfer zeigen das digitale Schutzschild eines Autos.

Zufriedene Gesichter nach einem erfolgreichen Jahr 2017: Continental CEO Dr. Elmar Degenhart und Finanzvorstand Wolfgang Schäfer zeigen das digitale Schutzschild eines Autos. - Bild: Continental

Continental 2017 im Überblick:

  • Umsatz steigt um 8,5 Prozent auf 44 Milliarden Euro bei einer bereinigten EBIT-Marge von 10,9 Prozent
  • Nettoergebnis auf 3 Milliarden Euro erhöht
  • Ergebnis auf 14,92 Euro pro Aktie gesteigert
  • Vorstand schlägt Erhöhung der Dividende um 25 Cent auf 4,50 Euro vor
  • Auftragseingang in der Automotive Group erreicht Rekordwert von fast 40 Milliarden Euro

Anlässlich der Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen bedankte sich der Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart bei den weltweit mehr als 235.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für diese ausgezeichnete Leistung: „Sie alle haben erneut bewiesen: Unsere Werte schaffen Wert. Finanziell sind wir topfit, technologisch wegbereitend und mental weiter voll auf Zukunft gerichtet. Aus einer Position der Stärke heraus gestalten wir so den technologischen Wandel in unseren Industrien wegweisend mit.“

So stieg 2017 das Nettoergebnis des Technologieunternehmens auf 3 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Ergebnis von 14,92 Euro pro Aktie. „Der Vorstand schlägt eine Erhöhung der Dividende um 25 Cent auf 4,50 Euro vor. Wir beabsichtigen also die sechste Anhebung in Folge“, sagte Degenhart.

Für 2018 rechnet Degenhart mit der Fortsetzung des profitablen Wachstumskurses: „Unser Start in das Geschäftsjahr 2018 bestätigt unsere Erwartungen. Wir bekräftigen daher unseren Ausblick von Anfang Januar. Unseren Erfolgskurs bei Wachstum und Profitabilität wollen wir fortsetzen. Für das laufende Jahr rechnen wir wieder mit einem deutlichen Umsatzplus von knapp 7 Prozent auf rund 47 Milliarden Euro vor Wechselkurseinflüssen bei einer bereinigten EBIT-Marge von rund 10,5 Prozent. Ein Wachstum der globalen Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen von mehr als 1 Prozent auf 96,5 Millionen Fahrzeuge bildet dafür die Basis.“

Video: Continental - The Future in Motion

Intelligente Mobilität

Für die Mobilität der Zukunft sieht der Vorstandsvorsitzende das Technologieunternehmen bestens gerüstet: „Continental ist technologisch wegbereitend. Wir investieren in großem Umfang fortwährend in die Technologien von morgen. Das zahlt sich aus. Ein Beleg dafür ist unser Auftragseingang in der Automotive Group: Im Jahr 2017 haben wir einen neuen Rekordwert von fast 40 Milliarden Euro erreicht“, sagte er und fügte hinzu: „Mit unseren innovativen Technologien und dem intelligenten Einsatz von Software, Elektronik und Sensorik ermöglichen wir automatisiertes und autonomes Fahren sowie die Vernetzung und Elektrifizierung der Fahrzeuge. Gleichzeitig erschließen wir neue Geschäftsfelder und Kundengruppen im Bereich innovativer Mobilitätsdienste. Continental steht daher wie kaum ein anderes Unternehmen weltweit für sichere, saubere und intelligente Mobilität.“

In einem starken weltweiten Netzwerk forschen laut Continental 42.000 Entwickler und Experten 146 verschiedener Nationalitäten daran, Produkte und Dienstleistungen von Continental immer intelligenter zu machen. „Ob Industrieanlage, Roboter, Drohne oder Auto: Unsere Produkte und Dienstleistungen, angereichert mit Software und intelligenten Sensoren, halten weltweit Verkehr und Warenströme im Fluss“, berichtete Degenhart und ergänzte: „Allein 2017 verbauten unsere Kunden aus den unterschiedlichsten Industrien mehr als 600 Millionen Sensoren von Continental. In drei von vier Autos der Welt stecken heute Lösungen, Produkte und Systeme von uns.“

Das gelte besonders für das automatisierte und autonome Fahren: Bereits in den heutigen Vorstufen und zukünftig noch mehr beim vollautomatisierten Fahren erfassen Kameras, Radar- und Lidar-Sensoren eine Datenmenge von bis zu mehr als 10 Gigabyte pro Sekunde. Insgesamt rund 60 Millionen Sensoren für Fahrerassistenzsysteme hat Continental dafür seit 1999 produziert – Tendenz schnell steigend.

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    Faurecia setzte 2016 18, 711 Milliarden Euro um. Das macht für die Franzosen Platz 10 im Ranking der umsatzstärksten Automobilzulieferer. - Quelle: Statista, Bild: Faurecia

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    Auf Platz 9 im Ranking der umsatzstärksten Automobilzulieferer mit einem Umsatz von 20, 907 Milliarden Euro im Jahr 2016 landet Michelin. - Quelle: Statista, Bild: Fabien1309 / Wikimedia / CC by SA 2.0

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    Das Duo Bridgestone / Firestone landet mit einem Umsatz von 22, 485 Milliarden Euro im Jahr 2016 auf Platz 8 der umsatzstärksten Autozulieferer. - Quelle: Statista, Bild: Pixabay

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    Im Jahr 2016 machte Aisin einen Umsatz von 27, 977 Milliarden Euro. Das bedeutet Platz 7 im Umsatzranking der Automobilzulieferer. - Quelle: Statista, Bild: AIiin

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    30, 227 Milliarden Euro hat Hyundai Mobis im Jahr 2016 umgesetzt. Das macht für die Koreaner Platz 6 im Ranking der umsatzstärksten Zulieferer. - Quelle: Statista, Bild: Hyundai Mobis

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    Am Bodensee freut man sich über einen Umsatz von 32, 353 Milliarden Euro im Jahr 2016 und damit über Platz 5 im Ranking der umsatzstärksten Autozulieferer. - Quelle: Statista, Bild: ZF Friedrichshafen

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    Die Austro-Kanadier von Magna, hier das Magna Steyr Werk in Graz, sind mit einem Umsatz von 34,587 Milliarden Euro im Jahr 2016 die Nummer 4 im Umsatzranking der Automobilzulieferer. - Quelle: Statista, Bild: Thilo Parg/Wikimedia/CC by SA 3.0

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    Platz 3 im Ranking der umsatzstärksten Zulieferer im Automobilbereich geht an Denso. Das Unternehmen machte 2016 einen Umsatz von 36,301 Milliarden Euro. - Quelle: Statista, Bild: At by At/Wikimedia/CC by SA 3.0

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    Silber, also Platz 2, geht an Continental. Mit einem Umsatz von 40, 550 Milliarden Euro im Jahr 2016 hat sich der Zulieferer das auch redlich verdient. - Quelle: Statista, Bild: Continental

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    Mit seinem Umsatz von 42,936 Milliarden Euro liegt Bosch im Ranking der Automobilzulieferer ganz klar auf Platz 1. - Quelle: Statista, Bild: Bosch

Ein wichtiger Bestandteil im Antriebsmix der Zukunft wird die Elektromobilität sein. Continental ist einer der wenigen Systemanbieter, der eine komplette Elektrifizierung des Antriebsstrangs aus einer Hand bieten kann – vom Elektromotor, über die Leistungselektronik und dem Energie- sowie Thermomanagement bis zur Ladetechnologie.

In immer mehr Lkw sorgt der elektronische Horizont (eHorizon), eine hochgenaue digitale Straßenkarte als Sensor, für eine effizientere Fahrweise. Seit ihrer Markteinführung 2012 trug die Continental-Technologie dazu bei, den Dieselverbrauch um über 700.000 Liter zu verringern. Insgesamt wurden bereits mehr als 33 Millionen Pkw und Lkw durch intelligente Technologie von Continental vernetzt.

Darüber hinaus macht das Technologieunternehmen Reifen intelligent. Denn darin stecken immer öfter wenige Gramm leichte Sensoren. Sie messen den Luftdruck direkt im Reifen und sorgen für mehr Sicherheit, weniger Rollwiderstand und so für mehr Effizienz. Allein 2017 produzierte Continental rund 155 Millionen Pkw- und Lkw-Reifen. Neueste Förderbänder und Schläuche stehen diesem technologischen Trend in nichts nach: Integrierte Sensorik erkennt selbstständig das transportierte Gewicht und meldet rechtzeitig Wartungs- und Reparaturbedarf an. Der Transport kann bis zum optimalen Reparaturzeitpunkt weiterfließen. Dadurch sinken Betriebskosten.

Gestaltung des Wandels

Agesichts der Transformation der Automobilindustrie betonte Degenhart: „Der rasante technologische Wandel erfordert von unserem weltweiten Team ein Höchstmaß an Flexibilität und Agilität. Daher prüfen wir, wie wir unsere Organisation auf schnelles Wachstum und dauerhafte, höchstmögliche Wertschöpfung ausrichten können. Derzeit evaluieren wir denkbare Optionen. Ein entscheidungsreifer Plan liegt noch nicht vor.“ Gleichzeitig verwies er auf die Wandlungsfähigkeit des DAX-Unternehmens: „Continental befindet sich seit nahezu 150 Jahren beständig im Wandel. Allein in den vergangenen 20 Jahren hat sich Continental von einem reinen Reifenhersteller und Industriepartner zu einem globalen Technologieunternehmen entwickelt.“

Angesichts dieses Wandels unterstrich Degenhart die Bedeutung der wegweisenden Unternehmenskultur von Continental: „In den zurückliegenden Jahren haben wir das gemeinsame Wertefundament von Continental ausgebaut und gefestigt. Wir haben damit die entscheidende Grundlage für die erfolgreiche Gestaltung des Wandels und der Transformation in unseren Industrien sowie die Sicherung der Zukunft unserer Organisation gelegt. Dieses Fundament und unser gemeinsames Ziel Wert zu schaffen, bilden auch weiterhin den Kern unseres Continental-Werteverbunds. Dieser umfasst alle Unternehmensteile, die unter der mehrheitlichen Kontrolle des Konzerns stehen, unabhängig von ihrer juristischen oder organisatorischen Form.“

Gezielte Verstärkungen

Finanzvorstand Wolfgang Schäfer verwies darüber hinaus auf die finanzielle Stärke des DAX-Unternehmens: „Finanziell kerngesund investieren wir stark und bauen unser Geschäft weltweit weiter aus: Investitionen in Sachanlagen und Ausgaben für Forschung und Entwicklung von insgesamt fast 6 Milliarden Euro zeigen das ganz deutlich. Wir verstärken uns auch ganz gezielt durch Übernahmen. Alleine im vergangenen Jahr haben wir nahezu 600 Millionen Euro für Zukäufe ausgegeben. Gleichzeitig haben wir unsere Nettoverschuldung konsequent reduziert. Mit einer Gearing Ratio von 12,6 Prozent und einer Eigenkapitalquote von 43,5 Prozent stehen wir auf einer grundsoliden Finanzbasis.“

Rohstoff-Preissteigerungen im Griff

Angesprochen auf die zum Teil enormen Wechselkursschwankungen der vergangenen Monate zeigte sich Schäfer gelassen: „Unsere Marge ist abgesichert, weil Continental überwiegend direkt vor Ort für lokale Märkte produziert. Wechselkurseffekte wirken also in gleichem Maße sowohl auf Umsatz als auch auf das operative Ergebnis. Auf Konzernebene sind wir daher gegen Wechselkursschwankungen auf natürliche Weise abgesichert.“

Continental gibt seine Jahresumsatzziele vor Wechselkurseinflüssen an. Je nach Entwicklung der Wechselkurse kann der absolute Effekt den Umsatz erheblich beeinflussen. Für das laufende Geschäftsjahr hält Continental negative Einflüsse durch Wechselkurse von mehr als 1 Milliarde Euro für möglich, vorausgesetzt die aktuellen Wechselkurse bilden den Durchschnitt für das Gesamtjahr.

Mit Blick auf die Rohstoffmärkte merkte Schäfer an, dass Continental mit Preisveränderungen umgehen könne, wie sie in den zurückliegenden drei Jahren aufgetreten seien.

Continental rechne allerdings für das laufende Jahr weiterhin mit zusätzlichen Belastungen aus Preissteigerungen bei Synthese- und Naturkautschuk von rund 50 Millionen Euro.

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