Das Nanoslide-Verfahren von Daimler soll für besonders geringe Reibung und weniger Verschleiß

Das Nanoslide-Verfahren von Daimler soll für besonders geringe Reibung und weniger Verschleiß sorgen. Das Verfahren soll nun auch in dem geplanten Werk in Thüringen eingesetzt werden (Bild: Daimler).

STUTTGART (Dow Jones/ks)–„Diese Fertigungsstätte ist ein weiterer wichtiger Schritt, um unsere Motoren noch innovativer und effizienter zu machen. Mit dieser Investition werden neue Arbeitsplätze geschaffen und vorhandene gesichert”, sagte Peter Schabert, Leiter Produktion Powertrain und Werkleitung Untertürkheim.

In dem neuen Werk wird die Technologie des Lichtbogen-Draht-Spritzens für die Beschichtung von Zylinderlaufbahnen – auch Nanoslide genannt – in Großserie zum Einsatz kommen. Das von Daimler selbst entwickelte Verfahren trägt sowohl zur Gewichtseinsparung als auch zur Verbrauchsreduzierung und damit zur Senkung des Schadstoffausstoßes bei. Die Technologie hat sich nach Daimler-Angaben seit 2006 bei AMG-Motoren bewährt und soll nun bei V6-Dieselmotoren zum Einsatz kommen.

Bei dem Verfahren wird in einem elektrisch erzeugten Lichtbogen eine Eisenlegierung auf Zylinderlaufbahnen aufgetragen. Anschließend wird die Laufbahn extrem geglättet – die Schicht ist danach nur 0,1 bis 0,15 mm dick. Durch beim Glätten freigelegte Poren kann die Oberfläche außergewöhnlich viel Öl aufnehmen. Das Ergebnis sind laut Daimler nicht nur sehr geringe Reibwerte, sondern auch eine sehr hohe Verschleißfestigkeit.