Daimler kommt der zunehmenden Nachfrage nach Transportern in Nordamerika nach und baut in Charleston

Daimler kommt der zunehmenden Nachfrage nach Transportern in Nordamerika nach und baut in Charleston im Bundesstaat South Carolina ein neues Werk auf. - Bild: Daimler

Der Autobauer investiert rund 500 Millionen US-Dollar in die neue Produktionsstätte. Mit den Bauarbeiten des neuen Werks soll im kommenden Jahr begonnen werden. Auf der mehr als 800.000 Quadratmeter großen Fläche sollen ein Rohbau, Lackierung und Montage entstehen. Ausschlaggebend für das neue Werk seien die hohen Wachstumsraten in dem Segment der großen Transporter für den nordamerikanischen Markt gewesen, begründete das Unternehmen die Entscheidung. Es entstehen rund 1.300 neue Arbeitsplätze.

Am Standort in Charleston werden die Transporter bisher nur montiert, nachdem sie zuvor in Deutschland gefertigt und im Anschluss für den Transport wieder zerlegt worden sind. Dieses Verfahren ist jedoch mit langen Lieferzeiten und hohen Importzöllen für das Unternehmen auf lange Sicht nicht effizient.

Zusätzliche Produktionskapazitäten in Nordamerika

“Mit dem neuen Werk stellen wir die Weichen für unser zukünftiges Wachstum auf dem sehr dynamischen nordamerikanischen Transportermarkt”, sagte der Leiter der Sparte, Volker Mornhinweg. Dadurch könne das Unternehmen die Nachfrage künftig deutlich wirtschaftlicher bedienen und lange Lieferzeiten reduzieren, sagte er.

Überraschend kommt die Entscheidung nicht. Bereits vor einigen Monaten hatte der Automobilkonzern bekannt gegeben, zusätzliche Produktionskapazitäten in Nordamerika aufbauen zu wollen. Allein der Ort war bisher jedoch noch unbekannt.

Auch in die deutschen Transporter-Werke, so hatte das Unternehmen damals bereits mitgeteilt, wird investiert. So fließen in die Werke in Düsseldorf und Ludwigsfelde insgesamt rund 450 Millionen Euro.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke