Die Daimler AG, Stuttgart, kann sich in ihrem Vorstand auch chinesische Mitglieder vorstellen.

Von Kirsten Bienk
DOW JONES NEWSWIRES

HAMBURG (Dow Jones/mn)– Selbstverständlich müsste die Möglichkeit bestehen, dass auch chinesische Mitarbeiter in den Vorstand kommen könnten, sagte CEO Dieter Zetsche am Sonntag in Hamburg. Außerdem sei damit zu rechnen, dass der Automobilkonzern sein Engagement in China weiter ausbaue. Es sei nicht denkbar, dass alle nach China verkauften Fahrzeuge in Europa gefertigt und dann exportiert würden.

Positiv äußerte sich der CEO zum Projekt Car-to-go. “Das bewährt sich außerordentlich”, sagte Zetsche. Der Konzern verdiene damit viel eher Geld als ursprünglich geplant. Dieses Carsharingvorhaben wird derzeit unter anderem in Ulm getestet. Allein mittels eines Chips auf dem Führerschein könnten Fahrende sich auf der Straße stehende Smarts nehmen, zum gewünschten Ort fahren und dort wieder abstellen, erklärte der CEO.

Mit Blick auf neue Antriebskonzepte stellte der Vorstand innerhalb von drei Jahren ein Drei-Liter-Auto innerhalb der S-Klasse in Aussicht, das sowohl mit einem Verbrenner- als auch einem Elektromotor ausgestattet sei. Außerdem soll noch vor Ende des Jahres während einer Messe ein neuer E-Roller vorgestellt werden.