FRANKFURT (Dow Jones/Manager Magazin/rm). Dabei gehe es unter anderem um einen bislang noch nicht bekannten Korruptionsvorwurf in Afrika, berichtet das “manager magazin” vorab aus seiner neuesten Ausgabe und beruft sich auf Konzernkreise.

Ausgelöst habe den neuerlichen Ärger Daimlers interner Korruptionswächter Louis Freeh, schreibt das Magazin. Er habe die SEC im Sommer über den möglichen Korruptionsfall in Afrika und andere in seinen Augen bedenkliche Entwicklungen informiert. Die Amerikaner hätten mit einer Reihe neuer Auflagen reagiert. Nach Angaben aus Konzernkreisen verlangten sie unter anderem bessere Kontrollen, schnellere Kommunikationsprozesse und mehr Transparenz.

Das Unternehmen sage grundsätzlich nichts zu Einzelfällen, sagte eine Daimler-Sprecherin Dow Jones Newswires auf Anfrage. Das Thema Compliance sei für den weltweit agierenden Konzern mit rund 260.000 Mitarbeitern sehr wichtig, und es werde jedem einzelnen Vorwurf nachgegangen.

Die Daimler AG hatte Anfang April eine von der SEC untersuchte Korruktionsaffäre durch Zahlung von 185 Mio USD beigelegt. Seither steht das Stuttgarter Unternehmen für drei Jahre unter der Compliance-Aufsicht von Freeh.