Schuler Servo-Presse

Eine der beiden sechsstufigen Pressenlinien von Schuler geht an den Daimler-Standort Sindelfingen, die andere nach Bremen. Bild: Schuler

Die zwei Servo-Pressenlinien haben eine Presskraft von jeweils 91.000 Kilonewton und arbeiten mit zwei Servo-Einarbeitungspressen. Auf den Pressenlinien lassen sich Karosserieteile aus Stahl und Aluminium formen. Die Einarbeitungspressen dienen zur Optimierung und Instandhaltung der dafür benötigen Werkzeuge. Die beiden Anlagen werden mit einem intelligenten Gleichstromnetz ausgerüstet, das den Energiebedarf deutlich senken soll.  Ende 2018 sollen die beiden Anlagen in Betrieb gehen.

 

Die sechsstufigen Pressenlinien der jüngsten Generation verfügen über eine automatische Qualitätsprüfung und Fertigteil-Stapelanlage. Schuler-Geschäftsführer Klaus Linnig erklärt: "Das sichert die Reproduzierbarkeit qualitativ hochwertiger Teile auch bei maximaler Hubzahl." Die Servo-Direkt-Technologie ermöglicht dabei laut Linnig die nötige Flexibilität, um sowohl Stahl als auch Aluminium prozesssicher umzuformen.

Nach der letzten Umformstufe kontrollieren zwei mit spezieller Sensorik ausgestattete Roboter bestimmte Stellen an den produzierten Kofferraumdeckeln, Motorhauben oder Türen auf mögliche Fehler. Sind alle Qualitätsansprüche nach der Oberflächeninspektion erfüllt, folgt ohne Produktionsunterbrechung der letzte Arbeitsschritt: Acht weitere Roboter stapeln die im Sekundentakt anfallenden Teile in die Transportbehälter ab.

Mit dem neuen Großauftrag hat Daimler seit 2010 nun sechs Servo-Pressenlinien bei Schuler bestellt.

Mit Material von Schuler.

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