Der Autobauer Daimler erweitert seine Bremer Mercedes-Fabrik für mehr als 750 Millionen Euro und

Der Autobauer Daimler erweitert seine Bremer Mercedes-Fabrik für mehr als 750 Millionen Euro und schafft dort in den nächsten Jahren 500 neue Arbeitsplätze. - Bild: Daimler

Der Stuttgarter Premiumautobauer Daimler hat nach langen Diskussionen mit dem Betriebsrat eine Lösung gefunden und gemeinsam Eckpunkte für das Bremer Pkw-Werk für die kommenden Jahre festgelegt.

So sollen dort unter anderem zwei weitere Modelle vom Band laufen und neue Arbeitsplätze entstehen.

Im Gegenzug ließen sich die Arbeitnehmervertreter auf “hochflexible Schichtmodelle” ein, wodurch die Produktion ausgeweitet werden könne, hieß es in der Mitteilung weiter. Zudem sollen weitere 500 Mitarbeiter eingestellt werden. Auch zusätzliche Auszubildende soll es bald geben.

“Mit dem Zukunftsbild für das Mercedes-Benz Werk Bremen können wir die Produktion erhöhen und gewinnen gleichzeitig an Flexibilität und Effizienz”, sagte Produktionsvorstand Markus Schäfer mit Blick auf die Vereinbarung.

Die festgelegten Eckpunkte müssten nun im Nachgang noch weiter ausgearbeitet werden, sagte eine Sprecherin des Betriebsrats auf Anfrage. Dabei gehe es unter anderem um die Ausweitung der Betriebsnutzungszeiten. Man wolle die zukünftige Belastung der Mitarbeiter “aufgrund der erheblichen Steigerung der Stückzahlen” so gering wie möglich halten, sagte der Bremer Betriebsrat Michael Peters.

In Bremen werden derzeit acht Modelle gebaut, darunter das volumenstärkste Modell C-Klasse. Das Werk mit rund 12.500 Beschäftigten sei hoch ausgelastet, im vergangenen Jahr liefen rund 340.000 Autos vom Band. Auch in den kommenden Jahren rechne man mit steigenden Stückzahlen. Zwei weitere, neue Modelle sollen noch hinzukommen. Um diese bauen zu können, seien neue Arbeitszeitmodelle nötig, hieß es in der Mitteilung weiter.

Schon zuvor hatte der Autohersteller mitgeteilt, dass für den Ausbau des Standorts insgesamt mehr als 750 Millionen Euro investiert würden, davon allein mehr als 100 Millionen Euro in eine neue Pressenlinie.

Bereits in den vergangenen Monaten hatte der Konzern mit den Arbeitnehmervertretern über die zukünftige Aufstellung vieler seiner deutschen Werke verhandelt, so beispielsweise in Sindelfingen.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke