Daimler Bluetec

In der Klage wird Mercedes-Benz USA vorgeworfen, dass bei Autos von Mercedes-Benz mit Bluetec-Dieseltechnologie bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius die Schadstoffkontrolle deaktiviert werde. - Bild: kru

Klägeranwälte argumentieren, dass die Abgaskontrolle bei kühler Witterung unzulässigerweise abgeschaltet werde. In der Klage wird Mercedes-Benz USA vorgeworfen, dass bei Autos von Mercedes-Benz mit Bluetec-Dieseltechnologie bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius die Schadstoffkontrolle deaktiviert werde.

Ein Sprecher von Mercedes-Benz sagte, die Klage sei unbegründet. Das Unternehmen werde sich entschieden zur Wehr setzen. Der Sprecher ergänzte, dass bei dem Unternehmen keine Vorrichtung zum Einsatz komme, mit der die Abgase unzulässig beeinflusst würden.

Die Klage, die sich zu einer Sammelklage ausweiten könnte, wurde am Donnerstag im Namen von Autobesitzern in den USA eingereicht. Wieviele Mercedes-Fahrzeuge möglicherweise betroffen sind, geht aus der Klage nicht hervor.

Eine Sprecherin der US-Umweltschutzbehörde EPA war kurzfristig für einen Kommentar nicht zu erreichen. Die Behörde hat Mercedes-Benz bislang keinerlei Fehlverhalten vorgeworfen. Die EPA erlaubt Einrichtungen, mit denen letztlich die Abgaswerte erhöht werden, nur unter bestimmten Bedingungen. Voraussetzung dafür ist, dass Hersteller der Behörde einen rechtmäßigen Zweck nennen - beispielsweise den Motor vor Überhitzung zu schützen.

Die Klage gegen Mercedes-Benz kommt inmitten der Abgasaffäre von Volkswagen. Die Wolfsburger hatten nach US-Ermittlungen im September vergangenen Jahres eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Manipulationssoftware eingesetzt zu haben, die bei Emissionstests einen niedrigeren Stickoxidausstoß anzeigt als auf der Straße. In den USA sind fast 600.000 Fahrzeuge betroffen. Anfang Januar reichte das US-Justizministerium im Auftrag der US-Umweltbehörde EPA Klage gegen den Konzern ein.