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Daimler-Chef Dieter Zetsche, Vorstandschef der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, hat aktuell gut lachen. Doch die neue Konkurrenz steht mit Uber und Tesla schon Gewehr bei Fuß. - Bild: Daimler

Die Konzernführung sieht Umsatz und Gewinn dieses Jahr auf Wachstumskurs. Das verdankt das Unternehmen vor allem Zuwächsen in China sowie Europa, einer Erholung in Schwellenländern und einer neuen Produktpalette. Vor allem aber zählt der Autohersteller nicht auf eigenes Cashflow-Wachstum, das die hohen Dividenden finanziert

Daimler lässt sich Zukunftstechnologien einiges kosten

Der Hauptgrund sind die massiven Investitionen in Zukunftstechnologien, etwa das E-Auto, selbstfahrende Wagen, Internetverbindungen und Taxi-Apps nach dem Vorbild von Uber. Vergangenes Jahr investierten die Süddeutschen 13,5 Milliarden Euro. Das macht 8,8 Prozent der Umsätze aus und übersteigt den Wert von 2015 um 16 Prozent. Dieses Jahr dürften die Ausgaben um weitere 13 Prozent auf dann 15,2 Milliarden Euro klettern und danach ihr Niveau in etwa halten.

Der außergewöhnliche Wachstumsschub aus China bedeutete, dass Daimler vergangenes Jahr rund 10 Prozent mehr Autos absetzte. Doch in den USA - dem zweitgrößten Markt nach China - sieht es alles andere als gut aus: Der Absatz verringerte sich um 3 Prozent - ein Rückgang um knapp 12.000. Unterdessen verkaufte Tesla zugleich rund 29.000 Autos mehr, so InsideEVs.com. Insofern verwundert es nicht, dass Daimler Druck durch den Zug zum E-Automobil verspürt.

Daimler bedient Ubers Plattform

Diese Woche kündigte der Autokonzern zudem eine Transaktion an, selbstfahrende Autos für Ubers Plattform zu liefern. Angesichts der verlustbringenden Anteile an den Uber-Rivalen Mytaxi und Hailo mutet das kontraintuitiv an. Doch Daimler-Chef Dieter Zetsche hat gleich eine Begründung parat. Er spricht von Uber als "Frenemy".

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von acht - wie bei anderen Traditionskonzernen der Branche - hat gute Gründe. Was auch immer mit der Autonachfrage in den kommenden Jahren passiert, Wachstum wird nur zum Preis massiver Investitionen in neue Technologien zu haben sein.