HAMBURG (Dow Jones/Der Spiegel/rm). Wie das Magazin “Der Spiegel” schreibt, will der Stuttgarter Konzern am 23. Dezember einen Vertrag mit der GAZ-Gruppe, dem zweitgrößten russischen Automobilproduzenten, unterschreiben. GAZ soll in seinen Werken den Mercedes-Benz-Transporter Sprinter für den russischen Markt produzieren. Durch diese Auftragsfertigung erhalte GAZ Zugang zu neuer Technologie, und Daimler verbessere seine Chancen auf einem wachstumsträchtigen Markt. Bei dem DAX-Konzern war am Sonntag kurzfristig niemand zu erreichen.

Im laufenden Jahr werde Mercedes-Benz in Russland noch nicht einmal 2.000 Transporter verkaufen, so der Spiegel weiter. Hohe Einfuhrzölle verteuerten die aus Deutschland gelieferten Modelle stark. Dieser Wettbewerbsnachteil solle durch die Auftragsfertigung bei GAZ künftig beseitigt werden.

Daimler und GAZ hatten Ende November Gespräche über “eine große Bandbreite an Themen” bestätigt. Auch die Volkswagen AG spricht mit den Russen. Ende November hieß es von den Wolfsburgern, mit dem russischen Autohersteller GAZ weiter über eine mögliche Auftragsfertigung zu verhandeln. Pläne für eine Kapitalbeteiligung gebe es nicht.