Daimler

Pkw und Transporter stehen bei Daimler-Kunden derzeit hoch im Kurs. - Bild: Daimler

Schwächere Ergebnisse in der Lkw-Division belasteten hingegen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg konzernweit um 10 Prozent auf 4,037 Milliarden Euro. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten lediglich mit rund 3,7 Milliarden gerechnet.

Der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn (EBIT) stieg um 10 Prozent auf 4,01 Milliarden Euro und das Ergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter um 9 Prozent auf 2,595 Milliarden Euro. Der Umsatz wuchs in den Monaten von Juli bis September um 4 Prozent auf 38,597 Milliarden Euro.

Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten mit einem Umsatz von 38,558 Milliarden Euro gerechnet, jedoch unter dem Strich deutlich weniger erwartet.

An der Ergebnisprogonse hielt Daimler fest. So soll der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) leicht steigen, der Umsatz dabei jedoch auf Vorjahresniveau verharren. Zuvor wollte das Unternehmen die Einnahmen ebenfalls leicht steigern.

E-Klasse und die SUVs treiben Absatz - Marge steigt

"Daimler ist trotz volatiler Absatz- und Finanzmärkte weiterhin gut unterwegs, die Ergebnisprognosen für das laufende Jahr zu erreichen", sagte Finanzchef Bodo Uebber.

Die Pkw-Sparte brachte das Gros des Konzerngewinns ein. Im dritten Quartal verkaufte Daimler allein von der Kernmarke Mercedes-Benz mehr als eine halbe Million Autos, was einem Wachstum von mehr als 11 Prozent entsprach. Vor allem hochmargige Modelle, wie die Limousine E-Klasse und die SUVs wurden zuletzt nachgefragt. Der operative Sparten-Gewinn stieg deshalb auf 2,746 Milliarden Euro nach 2,183 Milliarden im Vorjahr. Das entsprach einer Marge von 11,8 Prozent nach 10,5 Prozent im Vorjahr. Analysten hatten bereits mit einem deutlich besseren Ergebnis gerechnet - ihre Schätzung lag jedoch "nur" bei 2,465 Milliarden Euro.

In der Lastwagen-Division lief es dagegen erwartungsgemäß schlechter. Schon im Frühjahr hatte Daimler deshalb die Prognose der Sparte gesenkt. In den USA gingen die Verkäufe deutlich zurück, auch in Brasilien und im Nahen und Mittleren Osten ist die Lage schwierig. Insgesamt setzte die Sparte 97.100 Einheiten nach 128.500 Stück im Vorjahr ab. Der Betriebsgewinn von Daimler Trucks sackte deshalb drastisch um 41 Prozent auf 464 Millionen ab. Analysten hatten mit einem Sparten-EBIT von 477 Millionen gerechnet.

In Teilen konnte die Transporter-Sparte den Rückgang des Lkw-Geschäfts auffangen. Die Modelle Vito, V-Klasse und Sprinter laufen sehr gut. 85.200 Stück wurden insgesamt in den Monaten Juli bis September verkauft. Der operative Spartengewinn wuchs deshalb deutlich um 62 Prozent auf 312 Millionen Euro. Damit hatten Analysten gerechnet.

An der Ergebnisprogonse hielt Daimler fest. So soll der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) leicht steigen, der Umsatz dabei jedoch auf Vorjahresniveau verharren. Zuvor wollte das Unternehmen die Einnahmen ebenfalls leicht steigern.

Analysten: Weiteres Potenzial begrenzt

Die Analysten von ISI Evercore bescheinigen Daimler starke Zahlen für das dritte Quartal - insbesondere die Pkw-Sparte habe gut abgeschnitten. Daimler habe die Marke Mercedes-Benz in den vergangenen Jahren umgekrempelt. Dieser Umschwung sei außergewöhnlich gewesen. "Wir haben allerdings das Gefühl, das ist verstanden und lässt nun wenig Raum für positive Überraschungen", sagen sie mit Blick auf weiteres Momentum beim Ertrag. In der derzeitigen Situation mit volatilen Märkten und massiven Investitionen in alternative Antriebe sehen die Analysten deshalb mehr Potenzial für positive Überraschungen bei Volkswagen als bei BMW oder Daimler.