Daimler Dieselmotor

Daimler stellt sich mit einem neuen 4-Zylinder-Diesel-Motor auf die immer strengeren Emissionsvorgaben ein. - Bild: Daimler

Für den Motor, der zum ersten Mal in der neuen E-Klasse zum Einsatz kommt, nimmt Daimler rund 2,6 Milliarden Euro in die Hand.

Vor rund fünf Jahren habe man mit der Entwicklung begonnen, sagte Chefmotorenentwickler Bernhard Heil während eines Pressgesprächs in Stuttgart. Allein in den Entwicklungsprozess seien etwa 1,1 Milliarden Euro geflossen, sagte er. Der Rest fließe in die Umstellung der Produktion.

Nach der Limousine E-Klasse sollen in den nächsten drei Jahren dann alle weiteren Modelle, von der A- über die S-Klasse bis hin zu den Vans, mit dem neuen Motor ausgestattet werden. Der basiert auf der SCR-Technologie, also der Abgasnachbehandlung über die Zuführung einer Harnstofflösung. "Wir glauben, dass man ohne SCR nicht klarkommen wird", sagte Heil mit Blick auf die sich verschärfenden Emissionsregularien. Der neue Motor sei auf die zukünftige Emissionsgesetzgebung im RDE-Messverfahren ausgelegt.

Unter anderem mit einem verbesserten Verbrennungsverfahren und einer anderen Anordnung der Bauteile zur Abgasnachbehandlung konnten die Emissionen, der Verbrauch und das Gewicht teils deutlich im Vergleich zum Vorgängermotor reduziert werden. Im RDE-Verfahren gemessen stößt der neue Motor beispielsweise 80 Prozent weniger Stickoxid aus als der Vorgängermotor. Beim CO2-Ausstoß seien es 13 Prozent weniger.

Zudem habe man mit dem neuen Motor die Varianten deutlich reduzieren können. Zuvor habe man beispielsweise für verschiedene Fahrzeugmodelle, Links- oder Rechtslenker, Hand- oder Automatikschaltung, auch jeweils den Motor anpassen müssen. "Jetzt sind wir eigentlich soweit gekommen, dass wir die gleiche Hardware in allen Fahrzeugen haben werden", sagte Heil. Das helfe sehr, die Komplexität herauszunehmen und rechtfertige auch "den gigantischen Aufwand".