Daimler Montage

Im Streit um den Einsatz des Kältemittels R1234yf in Auto-Klimaanlagen lenkt der Stuttgarter Premiumautobauer Daimler ein. - Bild: Daimler

In der Oberklasse setzt der Hersteller in den Modellen E- und S-Klasse zudem nun auf CO2-Klimaanlagen. Das teilte Daimler am Dienstag mit.

Ab dem 1. Januar 2017 gilt in der EU eine neue Richtlinie, nach der nur CO2 sowie als einzig andere, in industriellem Maßstab produzierte Variante das Mittel R1234yf in Neufahrzeugen genutzt werden dürfen. Das umweltfreundlichere CO2 wird Daimler nun zukünftig in der Oberklasse einsetzen. Den Einsatz von CO2 hatte der Hersteller bereits im vergangenen Jahr angekündigt.

Ein flottenweiter Einsatz von CO2-basierten Anlagen sei bis zum Stichtag der neuen Richtlinie jedoch nicht möglich. Denn die CO2-Klimaanlagen seien komplett neue Systeme. Daher hätten auch alle Komponenten, sowie Leitungen und Dichtungen neu entwickelt werden müssen.

Deshalb will Daimler nun doch auf das umstrittene Klimamittel R1234yf zurückgreifen. Über Jahre hatte sich das Unternehmen geweigert, das Mittel in den eigenen Modellen einzusetzen, nachdem es bei einem eigenen Test im Jahr 2012 entflammt war. Deshalb hatte Daimler bisher das Kältemittel R134a genutzt, welches jedoch als klimaschädlicher gilt und daher nicht mehr mit der neuen EU-Richtlinie vereinbar ist.

In den vergangenen drei Jahren habe Daimler nun aber an Lösungen gearbeitet, um die Klimaanlagen mit dem umstrittenen Kältemittel R1234yf abzusichern. Dazu zähle beispielsweise eine spezielle Schutzeinrichtung mit dem Gas Argon, welches bei einem Frontalaufprall ausströmt und besonders heiße Stellen im Motorraum umschließt und zugleich herunterkühlt. Dadurch soll ein Brand verhindert werden