STUTTGART (Dow Jones/rm). Mit 108.400 Mercedes-Benz, smart, Maybach und AMG setzten die Stuttgarter im vergangenen Monat rund 11% mehr ab als im Vorjahresmonat, wie der DAX-Konzern am Freitag mitteilte. Im bisherigen Jahresverlauf fuhr Daimlers Pkw-Tochter Mercedes-Benz Cars mit 1,04 Mio Wagen ein Verkaufsplus von 12% ein.

Angetrieben von der neuen E- und S-Klasse verkaufte sich die Kernmarke Mercedes-Benz im Oktober 100.500 Mal. Das waren 14% mehr als im Vorjahresmonat. Der Kleinwagen smart blieb dagegen auch nach dem Start der neuen Generation im Oktober ein Ladenhüter. Von dem Modell übergaben die Stuttgarter mit 7.900 gut 15% weniger an die Kunden als im Vorjahr. Bis Jahresende will Daimler von dem Kleinwagen 100.000 verkaufen.

Der Oktober war für die Stuttgarter bislang weltweit golden: Auf dem Heimatmarkt legten die Schwaben mit 27.000 ausgelieferten Modellen mit dem Stern um 14% zu. In China und Hongkong verkauften sie mit 13.500 Luxuswagen doppelt so viel wie im Vorjahresmonat und erzielten damit einen Rekord. In Brasilien legte Mercedes-Benz 88% zu, in Russland um mehr als die Hälfte und in Indien um fast zwei Drittel. In den USA verkauften die Deutschen knapp 1% mehr.

Dank der neuen E- und S-Klasse sowie hoher Nachfrage in China will Daimler in diesem Jahr von der Marke mit dem Stern mindestens ein Zehntel mehr verkaufen als 2009. Bis 2015 sollen es 1,5 Mio Neuwagen jährlich sein. Im vergangenen Jahr setzten die Stuttgarter nach eigenen Angaben insgesamt 1,13 Mio Autos ab, ein Zehntel weniger als im Vorjahr.

Der Finanzvorstand der Daimler AG, Bodo Uebber, hat sich unterdessen zuversichtlich über die Geschäftsentwicklung des Premiumautoherstellers geäußert. Da die Gefahr einen Rückfalls in die Rezession gering sei, befinde sich Daimler auf dem Weg für profitables Wachstum, sagte der Manager am Freitag in New York. Die Chancen für einen “Double Dip”, also ein erneutes Abgleiten in die Rezession, liege bei 20%.

Das Jahr 2011 sehe robust aus, sagte Uebber weiter. Man müsse annehmen, dass es ein gutes Jahr für Daimler werde. Mit Blick auf das China-Geschäft sagte der Manager, Daimler baue dort Kapazität auf und produziere mehr in dem Land. Jede Woche mache ein neuer Daimler-Autohändler eine Niederlassung auf.