STUTTGART (DJ/gk). Wegen der wachsenden Nachfrage will Daimler in den USA und Mexiko mehr Lkw produzieren und stellt dazu 1300 neue Mitarbeiter ein. Neben 628 Stellen im Freightliner-Werk in Mt. Holly und in der Teileproduktion in Gastonia im US Bundesstaat North Carolina werden im ersten Halbjahr auch rund 600 Stellen in Santiago und Saltillo in Mexiko geschaffen, wie der weltgrößte Nutzfahrzeug-Konzern am Dienstag in Stuttgart mitteilte.

“Die steigende Nachfrage ist für uns ein wichtiger Schritt nach vorn, wenngleich wir die Erholung der Konjunktur insgesamt und in unserer Branche weiterhin mit vorsichtigem Optimismus betrachten”, erklärte der Präsident von Daimler Trucks North America, Martin Daum. Im vergangenen Jahr hat Daimler in Nordamerika nach eigenen Angaben mehr als 1600 Mitarbeiter eingestellt, nachdem in der Krise viele entlassen worden waren.

Daimler hatte ihre US-Tochter in den vergangenen Jahren einem strikten Sparkurs unterzogen. Nach wochenlangen Tarifverhandlungen mit der einflussreichen US-Autogewerkschaft United Auto Workers (UAW) hatte sich der Nutzfahrzeughersteller im vergangenen Frühjahr mit den Beschäftigten der drei Werke der Marke Freightliner in North Carolina auf eine Flexibilisierung der Arbeit, Produktivitätssteigerungen und weitere Kostensenkungen geeinigt und im Gegenzug der Sicherung ihrer Jobs zugestimmt. Der Vertrag läuft drei Jahre.