STUTTGART (Dow Jones/rm). Ab dem Jahr 2013 wollen die Stuttgarter mit den Marken Mercedes-Benz, Smart, Maybach und AMG vor Steuern und Zinsen erstmals eine Rendite von 10% erreichen, erklärte der Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche, der zugleich die Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars leitet, am Freitag auf einer Investorenkonferenz in Peking in Aussicht.

“Vorausgesetzt es gibt keinen weiteren weltweiten Konjunktureinbruch, erwarten wir aus heutiger Sicht, dass Mercedes-Benz Cars sein Umsatzrendite-Ziel von 10% in der zweiten Jahreshälfte 2012 wieder und ab dem Gesamtjahr 2013 nachhaltig erreichen kann”, erklärte Zetsche. Die Schwaben hatten das schon lange angestrebte Renditeziel im Zuge der Wirtschaftskrise auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Die höchste Marge hatten die Stuttgarter mit ihrer Pkw-Sparte 2007 mit 9,1% erreicht. Im vergangenen Jahr hatte Daimler einen Milliardenverlust eingefahren. Die Daimler Autosparte profitiert derzeit von der steigenden Nachfrage nach Luxusautos und geringeren Kosten durch die Sparprogramme. Zwischen April und Juni wollen die Schwaben deutlich mehr als 300.000 Autos bauen und damit fast so viele wie vor Beginn der Krise. Im zweiten Jahresviertel soll das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) damit höher ausfallen als im ersten Quartal mit 806 Mio EUR. Auch die Umsatzrendite könne über den 7% des Auftaktquartals liegen, sagte Daimler voraus.

Dennoch warnte Zetsche vor übertriebener Euphorie: In der zweiten Jahreshälfte kämen auf Daimler höhere Ausgaben für die Entwicklung spritsparender Autos und neue Modelle zu. “Dennoch kann ich sagen, dass das EBIT bei Mercedes-Benz Cars für das Jahr 2010 am oberen Ende unserer Prognose von 2,5 bis 3 Mrd EUR liegen wird”, erklärte Zetsche. Dank des kräftigen Rückenwindes aus dem ersten Quartal hatte Daimler Ende April seine Prognose fast verdoppelt.

Bis zum Jahr 2015 jährlich rund 1,5 Millionen Neuwagen seiner Luxusmarke Mercedes-Benz verkaufen. Hinzu kommt der Kleinwagen Smart. Im Krisenjahr 2009 waren die Verkäufe der Stuttgarter um ein Zehntel aus 1,13 Millionen Autos eingebrochen.