Daimler zieht sich aus seinem Gemeinschaftsunternehmen in Ägypten zurück. Bisher war der Konzern

Daimler zieht sich aus seinem Gemeinschaftsunternehmen in Ägypten zurück. Bisher war der Konzern dort mit 26 Prozent am Joint Venture EGA beteiligt. - Bild: Daimler

Daimler zieht sich aus seinem Gemeinschaftsunternehmen in Ägypten zurück. Bisher war der Konzern dort mit 26 Prozent am Joint Venture EGA beteiligt. Daimler werde aber voraussichtlich im Mai aus dem Bündnis aussteigen.

Zuvor hatte schon das Magazin Focus darüber berichtet.

Der Stuttgarter Konzern betreibt in dem Joint Venture eine sogenannte CKD-Produktion. In Einzelteilen gelieferte Autos werden also vor Ort zusammengebaut, um hohe Importzölle zu umgehen. Man habe allerdings schon im vergangenen Jahr begonnen, komplette Autos nach Ägypten zu exportieren und dort direkt über die Händler zu vertreiben, erklärte die Sprecherin weiter. Zukünftig wolle Daimler die Fahrzeuge nur noch als Komplettfahrzeuge liefern. Denn zukünftig dürften die hohen Zölle durch neue Regelungen wohl sinken und damit den Import für ausländische Hersteller erleichtern.

Bisher wurden über die CKD-Produktion in dem nordafrikanischen Land die S-, C-, und E-Klasse, sowie der SUV GLK gebaut. Für Daimler ist Ägypten am Absatz gemessen ein kleiner Markt. Im vergangenen Jahr wurden dort insgesamt 4.255 Fahrzeuge verkauft.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht