Im aktuellen Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie zwischen den Arbeitgebern und der IG Metall hat es im Südwesten einen Pilotabschluss gegeben.

Im aktuellen Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie zwischen den Arbeitgebern und der IG Metall hat es im Südwesten einen Pilotabschluss gegeben. - Bild: IG Metall

Mehr Geld, eine lange Laufzeit und ein Kompromiss in der umstrittenen Arbeitszeitfrage: Nach einem erneuten Verhandlungsmarathon von 13 Stunden haben sich die Tarifparteien der Metall- und Elektrobranche in Baden-Württemberg am frühen Dienstagmorgen auf einen Abschluss verständigt. Das sind die wichtigsten Punkte:

  • Laufzeit: 1. Januar 2018 bis 31. März 2020

  • Entgelt: Tabellenerhöhung um 4,3 Prozent zum 1. April 2018, 100 Euro Einmalzahlung für Januar bis März 2018, im Juli 2019 ebenfalls dauerhaft wirksames tarifliches Zusatzgeld (T-ZuG) von 27,54 Prozent des Monatsgehalts plus 400 Euro.

  • befristete Teilzeit: Jeder Beschäftigte hat das Recht, für 6 bis 24 Monate seine Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich auf bis zu 28 Stunden abzusenken und dann wieder auf 35 Stunden zurückzukehren.

  • soziale Komponente: Schichtarbeiter, pflegende Angehörige und Eltern von Kindern bis acht Jahre sind berechtigt, statt des tariflichen Zusatzgeldes acht freie Tage zu wählen. Das sind laut IG Metall bei der Freizeitoption zwei Tage zusätzlich.

  • Arbeitszeitvolumen: Die Unternehmen erhalten bei hohen Teilzeitquoten zusätzliche und mitbestimmte Möglichkeiten, mit ihren Beschäftigten mehr 40-Stunden-Verträge abzuschließen, etwa bei nachgewiesenem Fachkräftemangel. Neu ist das Modell eines kollektiven betrieblichen Arbeitsvolumens von durchschnittlich 35,9 Stunden pro Beschäftigten. Dabei werden sämtliche Teilzeitkräfte berücksichtigt, deren fehlende Arbeitszeit von anderen Beschäftigten ausgeglichen werden darf.

  • Kosten für die Unternehmen: Südwestmetall beziffert den zusätzlichen Personalaufwand für die Unternehmen über die gesamte Laufzeit auf 3,45 Prozent. Im Jahr 2018 liegt er wegen statistischer Effekte höher bei knapp unter 4 Prozent.

Future Manufacturing: Warum KTM auf Express-Spritzgussteile von Proto Labs setzt

Jedes Motorrad von KTM, welches das Werk verlässt, ist sofort nach dem Auspacken für die sportliche Hatz gerüstet. Damit das gelingt setzt KTM auf Technologie und Know-how von Proto Labs. Den ganzen Artikel gibt's hier.