Dieter Zetsche Daimler

Daimler sei in der Verantwortung, "dass persönliche Informationen unserer Kunden nicht an Dritte gelangen", und die Fahrzeuge zudem nicht von außen manipuliert werden können, sagte Dieter Zetsche. - Bild: Daimler

Daimler sei in der Verantwortung, "dass persönliche Informationen unserer Kunden nicht an Dritte gelangen", und die Fahrzeuge zudem nicht von außen manipuliert werden können, sagte Dieter Zetsche auf der Vorabendveranstaltung zur Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) am Montag. Im Sommer war es in den USA gelungen, ein Fahrzeug der Marke Jeep zu hacken, die zu Fiat Chrysler Automobiles gehört. Fast alle modernen Autos beinhalten Computerfunktionen, auf die Hacker potenziell zugreifen können.

"Kunden bezahlen unsere Produkte mit Geld, nicht mit persönlichen Daten. Anders als manche IT-Unternehmen sind wir deshalb nicht darauf angewiesen, aus den Daten Profit zu schlagen", sagte Zetsche. IT-Konzerne wie Google arbeiten ebenso wie Daimler und andere Autokonzerne am autonom fahrenden Auto und drängen in den Markt. Erst vor wenigen Wochen hatte Daimler im Konsortium mit BMW und Audi den Kartendienst Here von Nokia übernommen. Die Kartendaten gelten als wichtige Voraussetzung für das autonome Fahren.

Die Digitalisierung helfe zudem die Prozesse zu optimieren, so auch in der Entwicklung und Produktion. "In den letzten Jahren hat die Digitalisierung so bereits geholfen, unsere Innovationszyklen in der Serienentwicklung um rund ein Viertel zu verkürzen", sagte Zetsche. Früher habe Daimler für die Entwicklung eines Showcars bis zu eineinhalb Jahren gebraucht. "Jetzt ist es uns in weniger als 10 Monaten gelungen, im Grunde sogar zwei Fahrzeuge parallel zu entwickeln", sagte der CEO.