U-Boot

Um den lukrativen Auftrag zum Bau der nächsten U-Boot-Flotte Australien konkurrieren auch ThyssenKrupp Marine Systems und die japanischen Unternehmen Mitsubishi Heavy Industries und Kawasaki Heavy Industries. - Bild: ThyssenKrupp

DCNS will sein modernstes Design keinen anderen Ländern wie etwa Indien anbieten, um ihre Unterwasser-Schlagkraft zu steigern. Damit verschärft sich der Wettkampf um einen der lukrativsten Rüstungsaufträge der Welt.

Der französische Schiffsbauer DCNS hat bereits kleinere U-Boote an Indien, Malaysia, Chile und Brasilien verkauft. Aber die moderne Echolot- und Tarnkappentechnologie - ähnlich der Systeme in Frankreichs mit Atomraketen bestückten U-Booten - werde nur Australien angeboten, sagte DCNS-Chairman und CEO Herve Guillou.

"Was Frankreich Australien anbietet, ist absolut einzigartig und ist nie zuvor jemand anderem auf der Welt angeboten worden", sagte Guillou in einem Interview mit dem Wall Street Journal auf einer Konferenz, bei der die Bieter für die neuen U-Boote zusammenkamen. "Niemand anderes wird auch nur annähernd die gleiche Art von Paket angeboten, das wir anbieten."

DCNS, einer der größten Rüstungskonzerne Europas, gehört mehrheitlich dem französischen Staat, 35 Prozent besitzt der Thales-Konzern. Der Konzern baut U-Boote, Zerstörer und Flugzeugträger.

Konkurrenz von ThyssenKrupp Marine Systems

Um den lukrativen Auftrag zum Bau der nächsten U-Boot-Flotte Australien konkurrieren auch ThyssenKrupp Marine Systems und die japanischen Unternehmen Mitsubishi Heavy Industries und Kawasaki Heavy Industries. Auch die ThyssenKrupp-Tochter hat ein größeres und moderneres U-Boot angeboten als bislang. Japan, das sein bewährtes Unterseeboot Soryu zuvor noch nie zum Verkauf angeboten hat, hofft sowohl auf eine Festigung der strategischen Verbindungen mit Australien als auch einen größeren Anteil am globalen Waffenmarkt.

Australien will sechs veraltete U-Boote ausmustern und mit acht bis zwölf U-Booten auf dem neusten Stand der Technik ersetzen. Das Land werde den Auftrag Anfang kommenden Jahres vergeben, sagte die australische Verteidigungsministerin Marise Payne.