Diana Schnabel von der Demat bläst zum Angriff auf die Messe Frankfurt. - Bild: Demat

Diana Schnabel von der Demat bläst zum Angriff auf die Messe Frankfurt. - Bild: Demat

Sehr offensiv versucht die Messe Frankfurt Aussteller für die neue Messe Formnext zu werben. Die Demat als Veranstalter der Euromold wehrt sich.

Das Landgericht Frankfurt hat den Widerspruch der Messe Frankfurt GmbH und zweier ihrer Tochterfirmen gegen eine einstweilige Verfügung wegen widerrechtlicher Versendung von E-Mails und Verstößen gegen das Datenschutzrecht zurückgewiesen. Die einstweilige Verfügung ist einer von mehreren rechtlichen Schritten, die die Demat GmbH, Veranstalterin der Euromold, gegen die Messe Frankfurt eingeleitet hat. Demat hat wegen des rechtswidrigen Vorgehens der Messe Frankfurt mittlerweile auch Schadensersatzklagen gegen die Messe Frankfurt bei Gericht anhängig gemacht.

“Wir freuen uns sehr, dass das Gericht unserer Mandantin erneut Recht gibt. Denn die Messe Frankfurt greift mit rechtswidrigen und extrem aggressiven Methoden die bisherige Gastmesse Euromold an, um eine eigene Konkurrenzmesse (Formnext) aufzubauen.

Krieg der Messen Werkzeug- und Formenbau

Die Euromold ist seit über 20 Jahren die weltgrößte Messe dieser Art und wurde durch die rechtswidrige Vorgehensweise der Messe Frankfurt in erheblichem Maß geschädigt. Das Urteil des LG Frankfurt ist darüber hinaus für die gesamte Messe-Branche von großer Bedeutung. Messeveranstalter müssen sicher sein, dass die der Messe zur Verfügung gestellten Daten sicher sind und nicht zu eigenen Zwecken genutzt werden.

Zumindest in rechtlicher Hinsicht hilft auch insoweit das Urteil des LG Frankfurt”, sagt Christian Kusulis, Anwalt der Kanzlei Graf von Westphalen, der die Veranstalter der Euromold zusammen mit seinen Kollegen Dr. Süß und Schuhmann vertritt. Darüber hinaus haben die Anwälte für Demat Schadensersatzklagen gegen die Messe Frankfurt eingereicht.

Demat/Sebastian Moser