Selters statt Champagner? Seit 2009 verantwortet der Spanier Domingo Ureña-Raso die Konzernsparte

Selters statt Champagner? Seit 2009 verantwortet der Spanier Domingo Ureña-Raso die Konzernsparte Airbus Military. Und das Prestigeobjekt A400M steht seit Monaten in den Negativschlagzeilen. - Bild: Airbus

Erst verzögert sich die Lieferung des A400M-Transportflugzeugs um vier Jahre, dann werden vom Verteidigungsministerium 161 Mängel bei der Maschine festgestellt. Bei Airbus könnten wegen des Desasters nun erste Köpfe rollen.

Immerhin hat Konzernchef Tom Enders bereits versichert, dass es Konsequenzen beim Management und in der Organisationsstruktur geben werde. Geprüft wird nach Informationen des “Handelsblattes” vor allem die Verantwortung der Konzernsparte Airbus Military, die das Transportflugzeug entwickelt und baut.

An der Spitze der Einheit steht seit 2009 der Spanier Domingo Ureña-Raso. Zudem prüft der Flugzeugbauer bis zur Bilanzvorlage Ende Februar die Höhe der möglichen Sonderbelastungen, die sich aus der erneuten Auslieferungsverschiebung ergeben.

Koalitionspolitiker reagieren verärgert auf die neuen Probleme beim A400M und fordern Konsequenzen. “Ein solches Debakel kann nicht ohne personelle Konsequenzen für das Projektmanagement bleiben”, sagt CSU-Verteidigungsexperte Florian Hahn dem “Handelsblatt”. Die erneuten Verzögerungen seien inakzeptabel, schließlich würden die Maschinen dringend für den Lufttransport gebraucht. “Ich halte es für angebracht, dass Tom Enders vor dem Verteidigungsausschuss Rede und Antwort steht”, sagte Hahn.

Handelsblatt/Karoline Kopp