FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Während Mercedes-Benz USA ihren Absatz lediglich um 4,9% auf 19.076 Fahrzeuge erhöhen konnte, berichteten die deutschen Konkurrenten am Dienstag allesamt über zweistellige Zuwachsraten. Dabei profitierten BMW, Porsche und Volkswagen nach eigenen Angaben von der guten Resonanz auf neue Modelle.

Den stärksten Zuwachs verbuchte einmal mehr Porsche, die ihre US-Auslieferungen um 61% auf 2.647 Fahrzeuge erhöhte. Vom neuen Cayenne, der seit Juli 2010 in den USA erhältlich ist, konnte Porsche 1.139 Stück ausliefern – ein Plus von 141% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch der viersitzige Panamera konnte mit einem Zuwachs von 108% auf 747 Wagen überdurchschnittlich zulegen.

Volkswagen setzte mit 20.084 Wagen insgesamt 17,9% mehr ab als im Vorjahresmonat. Die Wolfsburger verwiesen auf die erfolgreiche Markteinführung des neuen Jetta, der sich im ersten vollen Monat der Verfügbarkeit 5.464 mal verkaufte. Auch der Konkurrent BMW profitierte von der Einführung neuer Modelle. Der Absatz des neuen 5er nehme Fahrt auf, besonders nachdem die Allradversion nun in wichtigen Regionen verfügbar sei, sagte Jim O’Donnell, CEO von BMW of North America. Die Münchener konnten den Absatz des 5er um 61,8% auf 4.925 Fahrzeuge steigern. Insgesamt brachte der DAX-Konzern in den USA 23.222 Fahrzeuge an die Kunden – ein Plus von 12,6%.

Audi berichtete über “den besten Oktober aller Zeiten”. Mit 8.128 Fahrzeugen (plus 10,5%) seien so viele Fahrzeuge abgesetzt worden wie noch nie zuvor in einem Oktober. Damit sei Audi weiterhin auf Kurs, im laufenden Jahr den Rekord aus dem Jahr 2007 zu brechen. Seinerzeit setzte Audi 93.506 Fahrzeuge in den USA ab.

Die großen japanischen und US-Automobilhersteller werden ihre US-Absatzzahlen erst am heutigen Mittwoch vorlegen. Ford-Analyst George Pipas erwartet, dass der Gesamtmarkt im Oktober um 13% auf 950.000 Neuwagen gewachsen ist. Ford selbst habe im Oktober deutlich mehr Fahrzeuge verkauft, sagte Pipas, der keine Einzelheiten nennen wollte.

Während im Oktober mehr als 900.000 Fahrzeuge verkauft worden, wäre dies der stärkste Oktober seit drei Jahren. Im Oktober 2007 hatten die Automobilhersteller 1,23 Mio Wagen verkauft. “Während der Trend bei den Verbraucherausgaben zuletzt positiv war, leidet das Verbrauchervertrauen weiterhin unter der quälend hohen Arbeitslosigkeit und der beunruhigend niedrigen Hauspreisen”, sagte Pipas. “Die Verbraucher müssen beginnen, zuversichtlicher zu sein, bevor wir eine anhaltenden Aufwärtstrend sehen werden”, warnte der Ford-Analyst vor zu viel Optimismus.